Aachen: Demo gegen Braunkohle am Geldbrunnen

Aachen : Demo gegen Braunkohle am Geldbrunnen

Große Banner stehen am Samstagnachmittag zwischen Münsterplatz und Geldbrunnen. Aktivisten, die sich für den Erhalt des Hambacher Forsts und gegen den Abbau von Braunkohle einsetzen, sind in die Innenstadt gekommen, um eine Mahnwache abzuhalten.

„Eigentlich hatten wir heute Nachmittag auch eine Demonstration an der JVA am Eulersweg geplant“, erklärt Naturführer Michael Zobel, der zwar nicht im Camp im Hambacher Forst lebt, aber häufig Führungen für Interessierte anbietet. „Doch die Aktivisten, die am 22. Januar festgenommen wurden, sind am Freitag aus der Haft entlassen worden“, sagt er. Rund 50 Personen waren der Einladung an den Geldbrunnen gefolgt. Die Mahnwache blieb friedlich.

Große Banner stehen am Samstagnachmittag zwischen Münsterplatz und dem Geldbrunnen. Foto: Ralf Roeger

Insgesamt neun Personen waren am 22. Januar festgenommen worden, unter anderem wegen Widerstands gegen Polizeibeamte und zum Teil wegen unterlassener Hilfeleistung. Drei von ihnen wurden in der JVA Aachen untergebracht. Die anderen sechs in Köln. „Fünf der Leute hatten am Freitag einen Haftprüfungstermin in Düren, und alle sind entlassen worden“, sagt Zobel, der nun hofft, dass es auch im Falle der anderen vier bald weitergeht.

Große Banner stehen am Samstagnachmittag zwischen Münsterplatz und dem Geldbrunnen. Foto: Ralf Roeger

Die Mahnwache am Geldbrunnen, an der sich unter anderem auch Greenpeace, die Initiative Drei Rosen, Pax Christi, Vertreter des Autonomen Zentrums, der Linken und der Piraten beteiligten, sei wichtig, erklärte Michael Zobel: „Man erreicht hier ein ganz anderes Publikum als bei den Führungen im Wald.“ Tatsächlich blieben viele Passanten neugierig stehen und kamen mit den Aktivisten ins Gespräch, machten Fotos.

Große Banner stehen am Samstagnachmittag zwischen Münsterplatz und dem Geldbrunnen. Foto: Sarah-Lena Gombert

„Das Thema Hambach ist wieder hochaktuell“, sagt Zobel, unter anderem verweist er auf die Äußerungen von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der für einen Energie-Mix während einer Übergangszeit plädiert, bis der Strombedarf im Land durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann.