Defekte Velocity-Stationen in Aachen sind wieder repariert

Nach Vandalismus : Die E-Bikes von Velocity rollen wieder

Wochenlang konnten Kunden des E-Bike-Verleihers Velocity vor allem im Ostviertel Stationen wegen massiven Vandalismus nicht nutzen. Mittlerweile sind sie alle repariert. Und auch die Räder selbst wurden technisch aufgerüstet.

Der Praxistest erfolgte bereits am Dienstagmorgen. Unbekannte hatten mit Gewalt Pedelecs aus einer Velocity-Station gerissen, berichtet Florian Zintzen, Projektmanager bei dem E-Bike-Verleiher; einmal am Elisenbrunnen, ein weiteres Rad wurde an der Pontstraße aus der Verankerung gerissen. Schon wieder. In den vergangenen Monaten hatten immer wieder Vandalen die elektrisch betriebenen Leihfahrräder gestohlen und waren mit ihnen in der Stadt unterwegs gewesen. Ohne zu bezahlen, versteht sich. Dieses Mal jedoch endete die Fahrt bereits nach wenigen Metern. „Wir haben in alle Räder eine automatische Motorabschaltung eingebaut, die bei unsachgemäßem Gebrauch greift“, sagt Zintzen. Offensichtlich mit Erfolg.

Die technische Aufrüstung der E-Bikes soll verhindern, dass sich weiterhin Diebe an den Pedelecs vergreifen. Und damit das gesamte Stationen-Netz beeinträchtigen. Wegen massiven Vandalismus hatten in den vergangen Wochen vor allem im Ostviertel Nutzer auf mehrere Stationen verzichten müssen. Außer Betrieb waren unter anderem die Standorte Kennedypark, Josefskirche, Rothe Erde und Guter Freund. Seit dieser Woche sind sie wieder repariert. Die E-Bikes laden wieder.

Von den insgesamt 180 Rädern, die im System sind, sind aktuell zwar nur 100 auf Aachens Straßen unterwegs. Das dürfte sich jedoch bald ändern. „Die Flotte wird zurzeit vervollständigt, einige Räder werden noch repariert“, sagt Zintzen. Im September werden dann weitere 150 neue Velocity-Bikes dazukommen. Sie sollen „kleiner, leichter und funktionaler“ sein, wie der Projektmanager verspricht.

Auch darüber hinaus wird sich die Flotte verändern. „Mittelfristig wird es eine Cargovariante geben“, also ein elektrisch betriebenes Lastenfahrrad. Um die langfristig noch besser zu sichern, sollen in Zukunft auch Rahmenschlösser integriert werden. Die sollen nicht nur für zusätzlichen Schutz an der Station selbst sorgen, sondern den Nutzern auch ermöglichen, die Pedelecs zwischendurch am Straßenrand abzustellen – ohne stets nach der nächsten Verleihstation suchen zu müssen.

Von diesen gibt es mittlerweile übrigens insgesamt 50. Der jüngste Zuwachs befindet sich am Medienhaus Aachen an der Dresdener Straße und kann von jedermann genutzt werden, obwohl er sich auf Privatgelände befindet. In den kommenden Jahren soll die Anzahl der Verleih- und Ladestationen auf mehr als 100 wachsen. Die Zahl der Leihräder soll auf 1000 E-Bikes erhöht werden.

Eine Übersicht über alle Stationen gibt es im Internet.

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