Aachen: Das Ziel: 2018 mehr Plätze für die Ferienspiele

Aachen : Das Ziel: 2018 mehr Plätze für die Ferienspiele

Da geht noch was. Bei den Ferienspielen der Stadt Aachen ist noch Luft nach oben — bei Veranstaltungen und Platzangebot wie bei den Teilnehmern. Die Nachfrage nach Angeboten in den Ferien 2018 ist schon jetzt derart groß, dass der Reigen der Veranstaltungen und die Zahl der Betreuungsplätze im nächsten Jahr locker ausgeweitet werden könnten.

Diesen Ausblick gab der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule jetzt in seinem Bericht über die Ferienspiele 2017 für die Jugend- und Schulpolitiker.

Um wachsen zu können, brauchen die Ferienspiele allerdings mehr Geld. Eine Aufstockung um 20.000 Euro für 2018 ist bereits beantragt. Im Vergleich zu anderen Haushaltsposten im städtischen Etat ist das eine vergleichsweise kleine Summe. Aber auch im vergangenen Jahr habe die Kämmerei eine Aufstockung bereits abgelehnt, heißt es in der Ferienspiel-Bilanz.

Seit 37 Jahren gibt es schon Ferienspiele in Aachen. Von einem Angebot für Kinder, die in den Ferien nicht verreisen können, hat sich das Paket an Veranstaltungen längst zu einem zentralen Baustein gemausert, mit dem berufstätige Eltern zwölf Wochen Schulferien im Jahr irgendwie betreuungsmäßig hinkriegen.

Auch in diesem Jahr waren und sind zahlreiche Einrichtungen an den Ferienspielen beteiligt: 30 anerkannte Träger der offenen Jugendarbeit, zwei städtische Jugendtreffs zahlreiche Sportvereine, RWTH, Volkshochschule, Handwerkskammer, die Aachener Museen, der Euregio-Zoo, 35 Offene Ganztagsschulen — die Liste ließe sich fortführen.

Rund 9500 Kinder haben bei den Ferienspielen mitgemacht. Allein zum „Sommer im antiken Rom“ auf dem Abenteuerspielplatz des Kinderschutzbunds kamen bis zu 200 Kinder am Tag. Ein besonderes Highlight waren auch in diesem Jahr der große Sandkasten und die Archimedische Werkstatt im Schatten von Dom und Rathaus. „Der Katschhof wurde zu einem zentralen Treffpunkt für die Familie“, bilanziert die Verwaltung. Und: „Die Weiterführung des Projekts 2018 ist von allen Beteiligten gewünscht.“ Am Material würde es nicht scheitern. Das ist eingelagert und brauchte im nächsten Sommer nur hervorgekramt zu werden.

Das Budget für die Ferienspiele 2017 in Höhe von 228.500 Euro war laut Verwaltung nach Ende der Sommerferien ausgeschöpft. Bereits für die Herbstferien mussten andere Haushaltstöpfe angezapft werden. „Bei der Finanzierung muss noch einiges geschehen“, forderte denn auch Benno Pauls, Vertreter der freien Träger, jüngst in der Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses.

Nächstes Jahr soll es die Ferienspielzeitung, die große Übersicht über alle Angebote, endlich auch digital geben. „An der Online-Ausgabe wird seit 2015 gearbeitet“, resümierte Brigitte Drews, zuständige Abteilungsleiterin im Jugendamt. „Ich hoffe sehr, dass es 2018 soweit ist.“

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