Aachen: Das Theater K zeigt „Yann und Beatrix“ von Carole Fréchette

Aachen : Das Theater K zeigt „Yann und Beatrix“ von Carole Fréchette

Es geht ums Suchen und Finden. Wobei es eigentlich um die Liebe geht. Denn die Liebe ist es doch, die das Leben mit all seinen Facetten ausmacht. In seiner neuen Inszenierung „Yann und Beatrix“ von Carole Fréchette rückt das Theater K zwei Menschen in den Fokus, die auf den zweiten Blick mehr verbindet, als man anfangs vermutet.

Zur Handlung: Beatrix, eine junge, hübsche Frau und reiche Erbin, wartet. In ihrer Wohnung im 33. Stock wartet sie auf einen Mann, der sie von ihrer Einsamkeit befreit. Dafür hat sie extra die ganze Stadt mit Aushängen plakatiert, in denen sie demjenigen eine hohe Belohnung verspricht, der imstande ist, sie zu interessieren, zu rühren und zu verführen. Drei Aufgaben, die Yann, ein professioneller Prämienjäger, schaffen will. Immerhin geht es ja um eine Menge Geld. Und so betritt er nicht nur Beatrix‘ Wohnung, sondern gleichzeitig auch einen Raum, in dem sich ein Spiel zwischen Anziehung und Abneigung, Faszination und Verführung entwickelt.

„Ich hatte das Stück schon länger in der Schublade liegen und wollte es endlich auf die Bühne bringen“, erzählt Regisseurin Annette Schmidt und ergänzt: „Die Erzählung liefert viele Spielarten, und im Verlauf kommt es zu einem psychologischen Kammerspiel. Liebe und Beziehung sind unsterbliche Themen, bei denen zwei Menschen aufeinandertreffen.“ Die beiden Schauspieler Svenja Triesch und Marvin Moers führen den Zuschauern verschiedene Szenarien vor Augen, in denen die Glückssucher — der eine nach Geld, die andere nach Liebe — strauchelnd zwischen Mann-Frau-Klischees und fixierten Lebensentwürfen die Möglichkeit von Nähe immer wieder verpassen. Wünsche, Wut, Träume und die innere Leere kommen ebenso an die Oberfläche wie geschönte Lebensläufe und wahre Kindheitserinnerungen.

„Obwohl die Thematik in die Tiefe geht, ist es ein Stück voller Leichtigkeit und nachvollziehbaren Vorgängen. Yann, der pragmatisch an die von Beatrix gestellten Aufgaben herangeht, und Beatrix selbst, die in ihrer Einsamkeit gefangen ist, erleben ein modernes Märchen“, sagt Schmidt.

Ob es auch tatsächlich ein Happy End geben wird, bleibt bis zur letzten Minute ungewiss und spannend. Doch wo, wenn nicht im 33. Stock eines Hochhauses inmitten der Wolken, könnte ein modernes Märchen besser beginnen? www.theater-k.de