Aachen: Das Theater K lädt zu szenisch-poetischen Begegnungen am Bach ein

Aachen : Das Theater K lädt zu szenisch-poetischen Begegnungen am Bach ein

Mit reichlich Sagengestalten und guter Poesie will das Ensemble des Theater K im Tuchwerk seine Zuschauer mit ihrem neuen Stück „Begegnungen am Bach“ in seinen Bann ziehen. Die Aufführungsreihe findet im Rahmen der „Stadt-Land-Fluss-Tage der Rheinischen Landschaft 2017“ des Naturschutzbundes (Nabu) statt.

Ein szenisch-poetischer Spaziergang am Ufer eines Baches mit allerlei überraschenden Begegnungen ist das Thema des Werkes. Premiere ist am Montag, 2. Oktober.

„Gestalten die sich um den Bach ranken, Nixen, Nymphen und mehr sollen den Zuschauer in die Natur einführen“, erklärt Mona Creutzer vom Theater K. Die Zuschauer werden altertümliche Berichte und Erzählungen, Märchen, Gedichte, aber auch Musik und Gesang zu hören bekommen. „Die Texte sind teilweise aus der Literatur entnommen, so werden beispielsweise Zeilen von Kleist, Kafka oder Ilse Aichinger zitiert“, führt Creutzer weiter aus. Das Stück habe dabei keine abgeschlossene Rahmenhandlung, sondern stelle vielmehr ein buntes Potpourri aus Geschichten und Darbietungsformen dar.

Das Theater K bietet überdies eine inhaltlich abgesetzte Fassung speziell für Kinder an, die etwas weniger Tiefgang und traurige Elemente enthält. Hier steht der Spaß im Vordergrund, beispielsweise bei der lustigen Geschichte zweier Regentropfen auf ihrem Weg vom Himmel hinunter in den Bach.

Für die Natur sensibilisieren

Auch wenn die Macher für die Natur sensibilisieren wollen, habe das Werk keine direkte politische Botschaft, wie zum Beispiel der Widerstand gegen die zunehmende Verschmutzung von Fließgewässern. „Wir möchten einfach Naturschönheiten wie ein Foto fixieren und das Naturempfinden von Stadtmenschen fördern“, fügt Annette Schmidt hinzu, die als Leiterin des Theaterprojekts fungiert. Die Verbindung von Natur und Kultur soll mit dem Stück gelingen.

Welcher Ort eignet sich also besser für dieses Spektakel als der Wildbach in der Soers, unmittelbar neben dem Tuchwerk. Die Vorstellungen haben also echten Open-Air-Charakter. Demzufolge sind die Zuschauer gut beraten, sich wetterfest anzuziehen und im Zweifelsfall auch einen Regenschirm bereitzuhalten. „Bei sehr schlechtem Wetter kann allerdings auch nach drinnen ausgewichen werden“, versichert Mona Creutzer.

Vorstellungsbesucher werden gebeten, sich zunächst an der Kasse am Toreingang des Tuchwerks am Strüverweg einzufinden. Sie werden dann gemeinsam zum Ort des Stücks am Wildbach geführt.

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