Das Sturmtief hinterlässt auch in Aachen Spuren

Zahlreiche Sachschäden, ein Radfahrer verletzt : „Eberhard“ hält Feuerwehr in Atem

Rund 120 Einsätze werden bis Sonntagabend gefahren. Etliche Bäume, Bauzäune und Fassaden stürzen ab. Die Trierer Straße in Forst musste gesperrt werden.

Mit Windgeschwindigkeiten von um die 110 Stundenkilometern ist das Sturmtief „Eberhard“ am Sonntagnachmittag auch über den Aachener Talkessel hinweggefegt. Umgestürzte Bäume und herabfallende Dachziegel und Gerüste hielten fast 170 Feuerwehrleute in Atem, wie die Leitstelle am Abend berichtete. Rund 60 Polizisten waren zudem auf den Beinen, unter anderem, um den Verkehr an gefährlichen Stellen kurzzeitig umzuleiten. Bis zum frühen Abend zählte die Feuerwehr allein im Stadtgebiet 125 Einsätze. Neben den professionellen Kräften wurden acht Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren aktiviert.

Haufenweise umgekippte Zäune am ehemaligen Vegla-Haus an der Ecke Viktoriaallee/Bismarckstraße: Die Fahrbahn konnte rasch wieder für den Autoverkehr freigeräumt werden. Foto: Petra Jaspers

Auf dem Prager Ring wurde ein Radfahrer verletzt, als er von einer Böe zu Boden geschleudert wurde. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. An der Trierer Straße, im Bereich zwischen der Einmündung Schönrathstraße und der Kreuzung Madrider Ring/Adenauerallee, zerrte der Sturm derart heftig an einer Hausfassade, dass große Teile herausbrachen und teils auf den Gehweg stürzten. Die Trierer Straße musste teilweise komplett gesperrt werden. Frühestens am heutigen Montag kann die Fahrbahn stadtauswärts wieder freigegeben werden, so die Polizei.

Auch die Oppenhoffallee musste ab der Einmündung Viktoriastraße kurzzeitig gesperrt werden, nachdem dort Baumteile auf die Fahrbahn gestürzt waren. Am ehemaligen Vegla-Haus an der Ecke Bismarckstraße/Viktoriaallee, das in Kürze einem Neubau weichen soll, kippten reihenweise Bauzäune um; glücklicherweise landeten sie aber nicht auf der Fahrbahn.

Am Brüsseler Ring fiel ein Baum auf das Dach eines Hauses. Die Feuerwehr musste große Teile des Astwerks unter Einsatz der Hubrettungsbühne per Kettensäge entfernen. In der Oberdorfstraße in Horbach stürzte ein Kran auf ein unbewohntes Haus. Die Polizei sicherte den Gefahrenbereich ab.

Erst ggen 20 Uhr kehrte „Eberhard“ dem Dreiländereck allmählich den Rücken. Lediglich die Notärzte blieben zum Glück kaum weiter gefordert. Abgesehen von dem gestürzten Radfahrer auf dem Prager Ring waren keine Verletzten zu beklagen.

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