Aachen: Das „Loft!” kommt als separater Club in die Disko Starfish

Aachen: Das „Loft!” kommt als separater Club in die Disko Starfish

Die Zeit ist reif: Spannende Clubideen oder neue „Hotspots” für Aachener Nachtschwärmer wurden in den letzten Jahren eher kaum geplant und umgesetzt. Im Trend waren eher - aus verschiedenen Gründen - Schließungen oder Eigentümerwechsel.

Wichtige Akzente in der Party- und Eventszene setzten vor allem die Macher und Kreativen im Bereich der elektronischen Musik - auch über die Stadtgrenzen hinaus. Zentrale Figur in diesem Zusammenhang ist vor allem auch er: Dako Gnjato (30), studierter Eventkaufmann, der in den letzten sechs Jahren fast überall in Aachen Partys veranstaltet hat - erfolgreich mit seiner Club-Serie „Housegeflüster”, mit Szenemagazinen und einer Reihe weiterer Projekte, die (Schall-)Wellen schlugen.

Vor allem mit der Etablierung des Elektro-Festivals „Seltsames Verhalten” (SV) auf dem Flughafen in Merzbrück und in der Aachener Eissporthalle (insgesamt 7000 Besucher in diesem Jahr) schuf Dako Gnjato mit seinen Kollegen Andreas Berretz und Nils Schumacher einen Veranstaltungsmagneten, der lokale DJ-Helden perfekt mit nationalen und internationalen Größen verbindet - und der längst auch landes- und bundesweit ausstrahlt.

Das SV-Festival bindet eine riesige Fangemeinde, die nun - auch und gerade zwischen den Mega-Events - eine neue Heimat gefunden hat: einen großzügigen Loft-Raum, eine perfekte Tanz-Arena im stylischen Schwarz-weiß-Kontrast gehalten, inklusive edlem Lounge-Bereich mit neuer Soundanlage und Videotechnik.

Nach langer Suche

Gnjato ist nach langer Suche an einem Ort gelandet, den das Aachener Nachtvolk sowieso schon kennt. Der erfolgreiche Impresario wagt jetzt die Kombination aus Großraumdiskothek, die eher übliche Chart-Musik und jugendlichen Massenansturm bietet, und einem anspruchsvollen Elektro-Club, der auf den spezifischen Musikgeschmack älterer Zielgruppen abzielt.

Am Freitag, 21. September, ist große Eröffnung seines „Loft!”, das als eigenständige, abgetrennte Partyzone in die bekannte Megadiskothek „Starfish” (Liebigstraße 19) integriert ist. Gnjato: „Meine Idee ist vielleicht etwas ungewöhnlich, einen markanten Club in eine Mainstream-Disco einzubauen. Aber daraus ergibt sich auch eine Reihe von Vorteilen und Synergieeffekten. Wichtig ist vor allem, dass der Club ein programmatisch eindeutiges und wertiges Profil bekommt - und eben nicht nur eine weitere Disco-Tanzfläche ist.”

Der bisher ungenutzte Raum bietet Platz für 300 bis 350 Gäste. Auf dem Programm stehen House, Techhouse, Minimal, Electro und Progressive-House, und zwar immer freitags und samstags sowie vor Feiertagen.

Zur Eröffnung spielen die Aachener DJs Karami und Chris Devox. Gnjato: „Vorerst setzen wir wesentlich auf lokale, regionale DJs. Aber mittelfristig werden wir natürlich auch internationale DJ-Stars nach Aachen holen.”

Nächstes Highlight im Herbst ist unter anderem ein regionaler Nachwuchs-DJ-Contest. Der Gewinner wird in das SV-Open-Air 2013 integriert.