Aachen: Das Kurviertel braucht eine Kur

Aachen: Das Kurviertel braucht eine Kur

In Burtscheid gehen die Dinge nach Eindruck von Rosa Höller-Radke „endlich in die Richtung, dass etwas passiert.” Doch für die Sozialdemokratin ist dies kein Grund, sich zurückzulehnen. Im Gegenteil: Das Kurviertel braucht weiterhin selbst eine Kur.

Konkret werden die Ratsfrau sowie der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Bruno Meyer sowie die Landtagskandidatin der SPD, Claudia Walther, im Falle der lange vermuteten, letzten Monat bei Kanalarbeiten endlich am Markt entdeckten römischen Thermenreste: „Dieser Fund muss erhalten bleiben und außerdem öffentlich zugänglich sein”, findet Meyer. Ein entsprechender Ratsantrag wurde inzwischen eingebracht.

Ansonsten müsse weiterhin ein Auge darauf gehalten werden, ob bei Bauarbeiten der Stadtwerke nicht zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können, also Notwendiges mit dem Bemühen um ein ansprechenderes Gesamtbild des Stadtteils verbunden wird.

Die Sozialdemokraten befürchten, dass „der Zulauf an Kurgästen sich mittelfristig zurückentwickelt”. Doch angesichts des 20- bis 25-Millionen Euro-Umsatzes, die die Kurgäste laut Höller-Radke jährlich für Burtscheid bedeuteten, dürfe das aktuelle 60-Millionen-Defizit der Stadt nicht sämtliche Überlegungen von vornherein zum Scheitern verurteilen. Auch sei an die 350 bis 400 Beschäftigten des Kurbereichs zu denken.

Weil auch mancher Eigentümer seine Immobilien im Stadtteil verkommen lasse, appelliert Rosa Höller-Radke an ein Mitwirken aller Beteiligten. Wie es besser geht, hätten zuletzt Geschäftsleute vorgemacht, die etwa Verschönerungen in der Fußgängerzone Kapellenstraße aus der eigenen Tasche mitgetragen hätten.

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