Aachen: Das Krönungsmahl gibt´s erstmals auch vegetarisch

Aachen : Das Krönungsmahl gibt´s erstmals auch vegetarisch

Über das Datum müssen sich die Veranstalter des Aachener Krönungsmahls, der Aachener Rathausverein und das Pullman-Hotel Quellenhof, keine Gedanken machen. Seit 14 Jahren findet es immer am Krönungstag Karls V., der am 23. Oktober 1520 als letzter deutscher König in Aachen gekrönt worden ist, statt.

Auch das Grundgerüst des Abends mit viergängigem Festmahl, ausgezeichneter Musik und einer europapolitischen Rede steht seit Beginn fest. Jährlich neu erfinden müssen die Männer um den stellvertretenden Vorsitzenden des Rathausvereins Georg Helg und Quellenhof-Chef Walter Hubel den Inhalt — der Teller und Gläser, mittelbar aber auch der Rede und der Musikstücke.

Die Entscheidungsgewalt in den letzten beiden Fachgebieten wird aber meist delegiert. Zum einen in die Hände von Irene Schulte-Hillen, die als Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben für das 14. Aachener Krönungsmahl am Sonntag, 23. Oktober, die Stipendiaten Luisa und Joshua Gehlen (Klarinette und Klavier), Yuhao Guo (Klavier) sowie die erst zwölfjährige Morgane Voisin (Violine) engagiert hat.

Zum anderen legt natürlich der jeweilige Festredner den Inhalt seiner Rede fest. In diesem Jahr ist es der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident und aktuelles Mitglied des Europäischen Parlamentes, David McAllister. „Ein deutscher Schotte, der über die Folgen des Brexit für Deutschland und Europa redet“, schwärmt Georg Helg, „europäischer geht es ja gar nicht mehr.“

Für den Inhalt der Teller zeichnet erstmals der neue Quellenhof-Küchenchef Daniel van Zijp verantwortlich, der erstmals auch ein komplett vegetarisches Menü anbietet. Er kredenzt unter anderem „lauwarmes Rauchforellenfilet an Gurke-Tomaten-Salat mit Wachtelei und Röstzwiebel-Creme“ oder auch „Karotten-Ingwer-Pürree an Kaiserschoten und Gemüsestrudel“, um nur zwei der Köstlichkeiten zu nennen.

Fest steht ebenfalls der Spendenzweck des Krönungsmahls. Denn die 40.000 Euro, die auch dank der Sonsoren Pro Idee, Barbor, DSA und Showlight jährlich erwirtschaftet werden, kommen dem Aachener Rathaus zugute.

(hr)
Mehr von Aachener Nachrichten