Aachen: Das Interesse an Velocity wächst auch jenseits der Grenze

Aachen : Das Interesse an Velocity wächst auch jenseits der Grenze

Der etwas schwerfälligen Anfangsphase wollen die Aachener E-Bike-Verleiher von Velocity in diesem Jahr „einen ordentlichen Schritt nach vorne“ folgen lassen. Das kündigt der Aachener Projektmanager Florian Zintzen an, der guten Mutes ist, bis Ende des Jahres viele neue Verleihstationen eröffnen zu können.

Im günstigsten Fall könnten bis dahin knapp die Hälfte der angepeilten 100 Stationen in Betrieb gehen. Mit dem stetig dichter werdenden Stationsnetz wächst längst auch außerhalb der Stadtgrenzen das Interesse am Aachener Velocity-Konzept. Anfragen gibt es laut Zintzen nicht nur aus den Nachbarkommunen in der Städteregion, sondern auch aus den Nachbarländern Niederlande und Belgien. So wurde vor knapp einem Monat auch die erste Verleihstation in Kerkrade eröffnet, weitere werden derzeit für Vaals geplant.

„Wir haben viel Zeit für die Entwicklung gebraucht und wir lernen immer noch dazu“, sagt Zintzen, „aber die Akzeptanz ist mittlerweile wunderbar.“ Die Nutzerzahlen seien selbst in den Wintermonaten kontinuierlich gestiegen, und auch die Strecken, die mit den eigens für Velocity konstruierten Rädern zurückgelegt werden, werden immer länger.

Vor allem Studenten und Berufspendler hatte man anfangs als Zielgruppe ausgemacht. Inzwischen werden die E-Bikes aber offenbar auch mehr und mehr von Gelegenheitsradlern und Touristen genutzt. Vor allem die Niederländer wollen die Verleihstationen auch für touristische Angebote nutzen.

Noch laufen die Planungen für den Aufbau der dortigen Stationen. Vorrangig soll jedoch das Kerngebiet in Aachen ausgebaut werden, wo aktuell 20 Verleihstationen betrieben werden und rund 600 aktive Nutzer regelmäßig auf den weißen E-Bikes unterwegs sind.

Pro Woche kommen derzeit laut Zintzen etwa zehn bis zwanzig neue Registrierungen hinzu, ohne die keine Räder ausgeliehen werden können.

Derzeit sind — je nach Wartungsbedarf — zwischen 50 und 60 Räder auf den Straßen unterwegs. 1000 sollen es eines Tages sein. Spätestens dann sollen auch die Auswirkungen auf die Umwelt spürbar sein. Denn Velocity soll natürlich einen Beitrag dazu leisten, den Autoverkehr einzudämmen und die Luft sauberer zu machen.

Neben der Stadtverwaltung erkennen laut Zintzen auch immer mehr Aachener Unternehmen den umweltpolitischen Aspekt von Velocity. Nicht zuletzt mit deren finanzieller Unterstützung soll das Stationsnetz in diesem Jahr zügig wachsen.

Mehr von Aachener Nachrichten