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Silvester in Aachen: Das Feuerwerk wird wohl wieder eingeschränkt

Silvester in Aachen : Das Feuerwerk wird wohl wieder eingeschränkt

Hält Corona auch die Silvesterraketen am Boden? In den Krisenstäben von Stadt und Städteregion wird darüber diskutiert.

Bunte Feuerwerkskörper zwischen Dom und Rathaus: Auch dieses Jahr werden die Aachener wohl auf spektakuläre Bilder wie diese verzichten müssen.

Ein Verbot von Silvesterraketen in der historischen Altstadt sei auch für den kommenden Jahreswechsel „sehr wahrscheinlich“, wie Linda Plesch vom städtischen Presseamt am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Ob dieses Verbot allerdings auch mit der Corona-Pandemie und dem Bemühen, Menschenansammlungen zu verhindern, begründet wird, ist noch unklar.

In den Krisenstäben von Stadt und Städteregion Aachen sei das Thema jedenfalls schon diskutiert worden, sagt die Sprecherin. Allerdings biete die aktuell geltende Coronavirus-Schutzverordnung keine rechtliche Grundlage dafür, das Zünden von Raketen und Böllern generell zu untersagen. Sollte sich dies bis Dezember nicht ändern, wird die Stadt wohl auf das Prozedere vom vergangenen Jahr zurückgreifen.

Für den Jahreswechsel 2019/2020 hatte die Stadt eine Allgemeinverfügung erlassen, mit der die Silvesterböllerei maßgeblich eingeschränkt wurde. Innerhalb der gesamten Altstadt, einschließlich des Grabenrings selbst, war das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten, die eine Höhe von über zwei Metern erreichen können.

Damit waren sowohl klassische Raketen als auch Feuerwerksfontänen und -batterien tabu. Begründet wurde dies mit dem Schutz der historischen Gebäude. Umweltaspekte spielten offiziell keine Rolle.

Wie schnell eine Kirche Feuer fangen kann, erlebten die Aachener vor zehn Jahren. Damals war in der Silvesternacht eine Feuerwerksrakete in die Citykirche in der Nähe des Aachener Markts eingeschlagen und hatte unter anderem einen wertvollen Altar zerstört.

(akas)