Aachen: Das Da Theater inszeniert Til Schweigers Erfolgsfilm „Honig im Kopf“

Aachen: Das Da Theater inszeniert Til Schweigers Erfolgsfilm „Honig im Kopf“

Unzählige Glühbirnen symbolisieren wie ein Sternenhimmel das, was im Stück geschieht. Tildas Opa Amandus ist zunehmend verwirrt, und letztendlich muss sich auch Tildas Vater mit der Diagnose abfinden: Alzheimer. Laut Intendant Tom Hirtz ist das Thema von zunehmender Relevanz, und so bringt das Das Da Theater jetzt Til Schweigers Film „Honig im Kopf“ auf die Bühne.

Das Stück ist Hirtz‘ Meinung nach eine „wunderbare Kombination aus Tragik und Komik mit berührenden Momenten, die nachdenklich stimmen“. Und so wie beim Opa nach und nach die lichten Momente weniger werden, erlöschen die Lichter am Bühnenhimmel.

Erzählt wird die Geschichte aus Tildas Sicht. „Alles begann mit dem Tod von Oma“, erzählt sie. Auf der Beerdigung soll Amandus ein paar Abschiedsworte sagen und verliert sich dabei in absurden Betrachtungen über den gedeckten Apfelkuchen seiner verstorbenen Frau. Auch Niko begreift, dass sein Vater nicht mehr alleine leben kann und holt Amandus zu sich. Dessen zunehmender geistiger Verfall belastet Nikos ohnehin nicht intakte Ehe zusätzlich. Er und seine Frau Sarah entscheiden, ihn in ein Pflegeheim zu geben.

Tilda ist strikt gegen diesen Plan und geht mit ihrem Opa auf die Reise. Unterwegs lernen beide, „kindlich-unkompliziert“ mit der Krankheit umzugehen. „Als Live-Erlebnis hat die Bühnenproduktion eine ganz besondere Intensität“, meint Hirtz. Ihm ist wichtig, dass die Zuschauer ins Gespräch kommen, und genau dazu lädt die Pause nach 65 Minuten ein. „Viele Familien fühlen sich mit dieser Erkrankung allein gelassen“, sagt er. Deshalb gibt es ergänzend zum Stück jede Menge Infomaterial zum Thema, und auch im Programmheft finden sich viele Ergänzungen wie ein Interview mit Til Schweiger.

Dessen Film „Honig im Kopf“ erhielt als erfolgreichster Film des Jahres 2014 das Prädikat „Wertvoll“. Zudem wurden Til Schweiger und Hauptdarsteller Didi Hallervorden 2015 bei der Bambi-Preisverleihung mit dem Ehrenpreis der Jury ausgezeichnet. Inzwischen gibt es laut Hirtz verschiedene Bühnenfassungen. Er hat sich für Florian Battermanns Version in Bearbeitung von René Heinersdorff entschieden. Und diese Fassung erzählt die Geschichte aus Tildas Sicht. Die liebt ihren Großvater und meint: „Er weiß immer ganz genau, was ich jetzt brauche.“

In den Hauptrollen spielen: Wolfgang Rommerskirchen (Amandus), Angela Ahlheim (Tilda), Tobias Steffen (Niko) und Franka Engelhard (Sarah). www.dasda.de

Die Premiere ist am Donnerstag, 13. September, um 20 Uhr im Das Da Theater an der Liebigstraße. Weitere Vorstellungen gibt es bis zum 28. Oktober.

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