Aachen: Dank „Sport im Park“ werden Parkbesuche schweißtreibend

Aachen : Dank „Sport im Park“ werden Parkbesuche schweißtreibend

Dreißig Minuten Sport, und die Wiese sah nicht mehr wie zuvor aus. Das saftige grüne Gras des Farwickparks hatte sich in mehrere Schlammstreifen verwandelt, nachdem rund dreißig Personen sich darauf bewegten, tanzten, schwitzten. Zumba stand am Samstagmorgen auf dem Programm. Es war eine der ersten Veranstaltungen der diesjährigen Ausgabe von „Sport im Park“.

Vom 2. Juni bis zum 14. Juli können alle Aachener kostenlos und unverbindlich an vielseitigen Sportkursen teilnehmen.

Man wolle einen Rekord ansteuern und 20.000 Menschen in den nächsten sechs Wochen zu Sport treiben, so die Veranstalter. Insgesamt gebe es 80 Angebote pro Woche, erklärt Organisator Daniel Gier, Geschäftsführer des Präventions- und Gesundheitstrainings Aachen. „Wir haben damit das größte ‚Sport im Park‘-Angebot bundesweit“, ergänzt er stolz. Zuletzt wurde das Projekt von den Bundesministerien Ernährung und Landwirtschaft sowie Gesundheit mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ geehrt.

Zum dritten Mal bewegt sich Aachen. „Tanzen ist dieses Jahr größer dabei“, erzählt Organisator Marcel Ortmanns. So werden beispielsweise Salsa- und Swing-Kurse angeboten. Neben zahlreichen Klassikern wie Yoga und Pilates gibt es auch einige Exoten: Mountain-Bike, Mentaltraining, Seniorensport sowie zahlreiche Angebote für Schwangere und Mütter. Letztere können unter anderem am Kangatraining teilnehmen, bei dem Mütter ihre Kleinkinder wie Kängurus tragen. „Das Kind ist dabei die Hantel“, erläutert Martina Hirscher, Geschäftsführerin von „Kinder in Bewegung Aachen“.

Ausreden finden bei der riesigen Auswahl? Wahrscheinlich sehr schwierig. „Wer sagt, dass nichts für ihn dabei ist, hat vermutlich einfach keine Lust, Sport zu machen“, resümiert Brigitte Jansen, Bezirksgeschäftsführerin der Krankenkasse Barmer Aachen, die das Projekt ebenso wie AOK und actimonda unterstützt.

Auch die öffentliche Seite lobt das hohe Engagement der Veranstalter. „Wir könnten so etwas gar nicht leisten“, meint Karlheinz Welters vom Fachbereich Sport der Stadt. „Und es hat sich gezeigt: In Aachen ist ein Bedarf da.“

Doch den Bedarf gibt es eben nicht nur innerstädtisch, sondern auch in den Außenbezirken. Daher vergrößert „Sport im Park“ die Reichweite seiner Angebote — nach Walheim, Eilendorf, Brand, Haaren und Laurensberg. Einzig der Richtericher Bezirk geht derzeit noch leer aus. 2019 soll dann auch dort sportliches Schwitzen im Park angeboten werden.