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Coronavirus: Sieben-Tage-Inzidenz in Aachen über 50

Verschärfte Maßnahmen : Stadt Aachen überschreitet kritische Corona-Schwelle

In der Stadt Aachen liegt der Corona-Inzidenzwert seit Donnerstag über dem kritischen Schwellenwert von 50. Damit treten ab sofort verschärfte Maßnahmen in Kraft.

Auf 100.000 Einwohner gerechnet infizierten sich in der Stadt Aachen in den vergangenen sieben Tagen 50,2 Menschen. Das geht aus der täglichen Mitteilung zu den aktuellen Coronavirus-Zahlen von Stadt und Städteregion Aachen vom Donnerstagmorgen hervor.

Damit treten in der Stadt Aachen nun – wie bereits in Alsdorf – verschärfte Schutzmaßnahmen in Kraft:

Auch bei öffentlichen Veranstaltungen in Außenbereichen müssen Mindestabstände von zwei Metern generell eingehalten werden. Nur Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, dürfen enger beisammensitzen oder -stehen. Die einschlägigen Hygienekonzepte müssen, gegebenenfalls durch Ordnungspersonal, ständig überwacht werden.

Mindestabstände von zwei Metern gelten auch vor und in Toilettenbereichen und beim Einlass. Generell, also auch auf Sitzplätzen, ist Mund- und Nasenschutz vorgeschrieben. Bei musikalischen Beiträgen darf nicht mitgesungen werden. Namen und Sitzplatzpositionen aller Gäste müssen wahrheitsgetreu erfasst werden. Und: Ausschank und Konsum alkoholischer Getränke sind ebenfalls nicht erlaubt.

Zudem sind private Feiern in öffentlichen oder gemieteten Räumen genehmigungspflichtig, sofern mehr als 25 Personen erwartet werden. Hygeniekonzepte müssen vorliegen. Die Zahl der Teilnehmer darf nicht über 50 Personen liegen. Anmeldungen müssen spätestens drei Tage vor dem Festtermin erfolgen. Genehmigt werden nur Partys, die aus besonderen Anlässen wie runden Geburtstagen, Jubiläen oder Abschlussfeiern veranstaltet werden.

Erhebliche Einschränkungen sind auch bei Besuchen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen zu beachten. Sie dürfen nicht länger als eine Stunde dauern, maximal zwei Personen pro Tag können – unabhängig voneinander – empfangen werden. Besuche dürfen nur in abgetrennten Arealen oder Außenbereichen stattfinden, selbstverständlich gilt Maskenpflicht.

Physische Kontakte mit anderen Heimbewohnern müssen gegebenenfalls auch durch Plexiglasscheiben ausgeschlossen werden. An weiterführenden Schulen gilt die Maskenpflicht auch auf Sitzplätzen, wenn die erforderlichen Abstände nicht eingehalten werden können.

Kontrollen am Freitag

„Diese Schutzmaßnahmen sind sehr wichtig und der Schlüssel, die Pandemie unter Kontrolle zu halten. Deshalb haben wir für den Freitag (9. Oktober) einen großangelegten Kontrolltag in der gesamten Städteregion Aachen ausgerufen“, sagte Städteregionsrat Tim Grüttemeier laut Mitteilung der Städteregion.

Demnach beteiligen sich an der Aktion neben den Ordnungsämtern aller Kommunen auch die Polizei. Kontrolliert werden soll den gesamten Freitag von den Morgenstunden an bis in den späten Abend hinein, etwa an den Bushaltestellen und im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sowie in Lokalen, Bars und Restaurants. Dabei würden sämtliche Aspekte der lokalen Schutzvorkehrungen, aber auch der Verordnungen des Landes Nordrhein-Westfalen vor Ort kontrolliert.

(mh/red)