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Coronavirus in Aachen: Sieben-Tages-Inzidenz bei 40

Maßnahmen treten in Kraft : Sieben-Tages-Inzidenz in Aachen übersteigt den Warnwert

Die Sieben-Tages-Inzidenz in Aachen hat den Warnwert von 35 am Freitag überstiegen. Damit treten ab sofort abgestimmte Corona-Maßnahmen in Kraft.

Die Sieben-Tages-Inzidenz in Aachen liegt aktuell bei 40, teilte die Stadt am Freitagmorgen in einer Pressemitteilung mit. Das bedeutet, dass es in den vergangenen sieben Tagen 40 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner aufgetreten sind.

Damit wurde der vom Land Nordrhein-Westfalen festgelegte Warnwert 35 überstiegen – ab sofort treten der Mitteilung zufolge folgende Maßnahmen in Kraft:

Besondere Kontrollmaßnahmen bei öffentlichen Veranstaltungen:

  • Abstände sind auf 2 Meter zu erhöhen.
  • Durch geeignete Maßnahmen (zum Beispiel Ordner) ist sicherzustellen, dass das Hygienekonzept sehr genau beachtet wird
  • Die Abstände (auch vor Sanitäranlagen, Einlass etc.) sind zu kontrollieren
  • Sitzplandokumentationen mit Namen sind zu erstellen
  • Es ist sicherzustellen, dass die Personendaten korrekt sind (und niemand offensichtlich falsche, persönliche Daten angibt oder unleserlich unterschreibt)
  • Eine Maskenpflicht ist auch am Platz vorzusehen
  • Es muss sichergestellt werden, dass die Gäste bei musikalischen Beiträgen nicht mitsingen
  • Es sollen nur Haushaltsgemeinschaften nebeneinander sitzen und dazwischen die Abstände eingehalten werden.

Private Feste aus herausragendem Anlass in öffentlichen Räumen:

  • Genehmigungspflichtig
  • Begrenzung der Teilnehmerzahl auf maximal 50

Sportveranstaltungen im Innenbereich:

  • Beschränkung der Zuschauerzahl auf eine Einhaltung der Abstände von 2 m zwischen Haushaltsgemeinschaften
  • Es herrscht eine dauerhafte Maskenpflicht.
  • Fangesänge sind unter allen Umständen zu unterbinden.
  • Es ist eine Dokumentation mit Daten der anwesenden Personen zur besonderen Rückverfolgbarkeit zu erstellen.

Größere Veränderungen und Ergänzungen gibt es für private Feiern. „Feierlichkeiten aus herausragendem Anlass (zum Beispiel Hochzeitsfeiern) außerhalb des eigenen privaten Bereichs müssen – wenn mindestens 50 Teilnehmende erwartet werden – mindestens drei Werktage vorher beim örtlichen Ordnungsamt angemeldet werden. Für die Veranstaltung muss eine Gästeliste geführt und während der Veranstaltung aktualisiert werden. Darüber hinaus muss eine für die Feier verantwortliche Person benannt werden“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Aachen.

Unverändert gelte, dass solche Feierlichkeiten auf höchstens 150 Teilnehmende begrenzt sind. Demnach wird für den Fall, dass eine Feier außerhalb des privaten Bereichs, bei der mindestens 50 Personen erwartet werden, nicht angemeldet wurde, ein Regelbußgeld in Höhe von 500 Euro festgelegt.

Die Zahlen

Am Freitag gibt es den Angaben der gemeinsam agierenden Krisenstäbe der Stadt und Städteregion Aachen zufolge 36 nachgewiesene Fälle mehr als am Donnerstag. Seit Beginn der Zählung Ende Februar steigt damit die Zahl der nachgewiesen Infizierten auf 2812. 2524 ehemals positiv auf das Coronavirus getestete Personen gelten statistisch wieder als gesund. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle liegt bei 106. Aktuell sind 182 Menschen in der Städteregion Aachen nachgewiesen infiziert.

Die Sieben-Tages-Inzidenz in der Städteregion Aachen liegt aktuell bei 30,4 – und damit nicht weit von der Warngrenze von 35 entfernt.

Am Freitag lagen erneut mehrere NRW-Kommunen über dem Schwellenwert von 35, ab dem konkrete Maßnahmen ergriffen werden müssen. So stieg etwa in Duisburg die sogenannte Wocheninzidenz laut RKI auf 40,1, im Oberbergischen Kreis auf 36,7. Die höchsten Werte in NRW meldete das RKI weiterhin für Hamm (94,4) und Remscheid (50,5). Auch Gelsenkirchen, Köln und Leverkusen lagen über 35.

Anmerkung der Redaktion: Unsere Berichterstattung beruht auf den tagesaktuell gemeldeten Zahlen der Stadt und Städteregion Aachen. Diese Zahlen können sich von denen des Robert-Koch-Instituts unterscheiden. „Bei der Übermittlung der Fälle von den Gesundheitsämtern über die zuständigen Landesbehörden bis ans RKI kann es zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen“, berichtet das Institut. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des RKI.

(red)