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Lions Club: Corona kann das soziale Engagement nicht lähmen

Lions Club : Corona kann das soziale Engagement nicht lähmen

Begehrte Sammlerobjekte garantieren große Hilfe für Bedürftige: Der Lions Club Aachen Urbs Regalis stellte jetzt das Ergebnis seiner Ostereier-Tombola 2020 vor.

Eigentlich wollten die Mitglieder des Lions Club Aachen Urbs Regalis in diesem Jahr 4000 Ostereier mit dem Motiv des Hühnerdiebs verkaufen. Wegen Corona und des Lockdown sind es bei der zweiten Ostereiertombola nur etwa 2450 Eier geworden.

„Nur“ ist aber wohl doch das falsche Wort. Denn Bernd Bongers, Präsident des Lions Clubs, und Friedrich Evenschor, Präsident des durchführenden Hilfswerkes, zeigten sich stellvertretend für alle Mitglieder des Lions Clubs mit dieser Zahl angesichts der schwierigen Verkaufsbedingungen äußerst zufrieden. Auch der Anteil des Erlöses, der an die Nele-und-Hanns-Bittmann-Stiftung geht, kann sich sehen lassen: 4000 Euro. Über den Rest wird noch entschieden.

Fast zeitgleich mit dem Beginn der Charity-Aktion fünf Wochen vor Ostern wurde das öffentliche Leben zur Eindämmung der Pandemie heruntergefahren. „Besonders unsere verkaufsstärksten Partner mussten schließen“, berichtete Manfred Robens, Schatzmeister des Hilfswerks, über die erschwerten Bedingungen in diesem Jahr.

Statt 35 Verkaufsstellen blieben nur noch 15 übrig. Vor allem Supermärkte, Blumenläden und Apotheken. Die erklärten sich schnell bereit, die Ostereier mit dem Bild vom Hühnerdieb auch über Ostern hinaus noch einige Zeit zu verkaufen. So gingen in dieser Zeit noch zahlreiche Eier über den Ladentisch und der Club konnte schließlich rund 2450 verkaufte Sammeleier zählen – nur ein paar hundert weniger als im „normalen“ Jahr 2019.

Das hat die Lions-Mitglieder natürlich darin bestärkt, bereits das nächste Jahr zu planen. Welches Aachener Brunnenmotiv die Charity-Ostereier dann schmücken wird, steht allerdings noch nicht fest. Doch schon jetzt ist klar: Nicht Wenige haben die Metalleier bereits als begehrtes Sammelobjekt für sich entdeckt. „Wir hatten in diesem Jahr schon einige Nachfragen nach dem Motiv von 2019. Und in die Schweiz haben wir auch bereits einige versendet“, freute sich Evenschor darüber, dass die noch junge Aktion Nachhaltigkeit verspricht.

Jetzt müssen nur noch über 677 Tombola-Preise, gestiftet von über 60 Sponsoren, an die Gewinner kommen. Normalerweise gibt es einen früheren Termin, bis zu dem die Preise in den Geschäften oder an der zentralen Ausgabestelle abgeholt sein müssen. „Da jetzt aber viele vielleicht noch nicht losgehen wollen, haben wir die Abholfrist bis Ende Juni verlängert“, erklärt Robens. Gewinner sollten sich bis dahin zumindest telefonisch melden.

(red)