Aachen: Comedy im Franz: Klischeehafte Russin trifft auf verklemmtes Muttersöhnchen

Aachen: Comedy im Franz: Klischeehafte Russin trifft auf verklemmtes Muttersöhnchen

Entweder findet das Publikum die Sketche lustig, oder es fragt sich, warum der Künstler das gemacht hat. Auf jeden Fall soll es etwas Neues sein, etwas, das es so noch nicht gab. So formuliert die „Öcher Russin“ Liza Kos den Anspruch an das erste gemeinsame Soloprogramm von ihr und Comedian Udo Wolff.

Die Proben für die Premiere von „Der Schöne und das Biest“ sind in vollem Gange. „Wir wollen einander battlen und dissen“, fasst Wolff zusammen. Wer allerdings „der Schöne“ von den beiden sei und wer „das Biest“, darüber sei man sich noch nicht einig. Schließlich wolle ja niemand nur auf seine Schönheit reduziert werden.

Schon seit einigen Jahren sind die Aachenerin Kos und Wolff, der in Alsdorf-Mariadorf wohnt, regelmäßig gemeinsam unterwegs. Sie spielen im Ensemble des Kappesballs, treten im Quatsch-Comedy-Club und bei Nightwash auf. „Wir hatten schon länger vor, mal was zusammen auf die Beine zu stellen“, erzählt Kos.

Sie hätten unbeschreiblich viele Ideen für ihre erste Show, von denen sie möglichst viele einbauen möchten. Ein von vorne bis hinten durchgeplantes Programm, das sei jedoch nichts für die beiden. Spontanität und Flexibilität stehen im Vordergrund. Deshalb ist bisher nur der grobe Rahmen des Abends geplant: Beide zeigen eigene Solonummern, stehen allerdings auch streckenweise gemeinsam auf der Bühne.

Mann-Frau-Thema

In ihren eigenen Programmen schlüpfen die Comedians regelmäßig in andere Rollen, und diese nehmen sie auch mit in die neue Show. So trifft zum Beispiel die klischeehafte Russin auf ein verklemmtes Muttersöhnchen. „Man lernt ja immer wieder Leute kennen, die sind 45 Jahre oder älter, die wohnen noch bei ihrer Mutter im Keller“, sagt Wolff.

Da könne man ja gar nicht anders, als es mit in die Show einzubauen. Und das Mann-Frau-Thema laufe ja ganz gut. Auch sonst lassen sich die beiden einfach in ihrem Alltag inspirieren: „Alles ist eine Comedy-Vorlage. Das ganze Leben“, sagt Kos.

Neben den rein sprachlichen Einlagen sind auch musikalische Elemente geplant. „Singen kann Udo zwar nicht, aber er hat einige Lieder dabei“, scherzt sie. Das sei ja schon einmal die beste Voraussetzung für einen lustigen Abend.

Doch nicht alles wird auf Anhieb den Humor von jedem treffen, ist sich Wolff sicher. Bei mancher Nummer wird das Publikum empört sein, meint er. „Die einen werfen sich weg vor Lachen, die anderen Fragen sich, ob sie darüber lachen dürfen und wieder andere sagen einfach: ‚Nein‘.“ Wichtig sei nur, dass die Zuschauer am Ende des Abends für ein paar Stunden abschalten konnten und das Gefühl hatten, bei einem Freund zu Besuch gewesen zu sein.

Wie es nach dem ersten Auftritt mit der Show weitergeht, wissen die beiden noch nicht. Ob einzelne Elemente aus der Show danach für weitere Shows noch verändert werden, lassen die beiden offen. Anfragen für Auftritte in Münster und im Süden Deutschlands gibt es bereits.