Aachen: Claßenstraße: Mehr Gehweg und 800 Fahrradstellplätze

Aachen: Claßenstraße: Mehr Gehweg und 800 Fahrradstellplätze

„Achtung! Die Haltestelle Audimax ist zurzeit außer Betrieb“ — diese Ansage in Buslinien der Aseag gehört nun der Vergangenheit an, denn am Donnerstag wurde die Claßen­straße nach knapp zehnmonatiger Sanierung offiziell eröffnet, so dass der Straßenverkehr wieder seinen gewohnten Weg nehmen kann.

„Ich bin froh, dass es einmal mehr eine Baustelle gibt, die vor der Zeit fertig wird und mit dem Budget auskommt“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp. Er betonte, dass in Aachen die meisten Bauarbeiten nach Plan verliefen, sie im Fall der Claßenstraße aber ganze vier Monate vor dem angedachten Termin abgeschlossen werden konnten.

„Die Vollsperrung machte einen großen Vorteil aus“, fügt er hinzu, an anderen Stellen zögen sich die Bauarbeiten, da immer eine freie Fahrbahn gesichert sein müsse. „Wir haben hier ein Stück Infrastruktur verbessert“, resümiert der OB und ist stolz auf die neue Straßenführung, den breiteren Gehweg und 800 Fahrradstellplätze.

Die Bauarbeiten der Stawag begannen am 20. Juli letzten Jahres, ein neuer Mischwasserkanal musste verlegt, die Stromleitungen erneuert werden. Auslöser war der Neubau eines Hörsaalzentrums der RWTH, der eine Verbesserung des Versorgungsnetzes notwendig machte. Dieser Bau soll bis zum Beginn des Wintersemesters 2016/17 fertiggestellt werden.

Dass die Straßenbauarbeiten so schnell vonstatten gehen konnten, ist umso erstaunlicher, als im August eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde und die Arbeit für einige Zeit behinderte. „Da hat es ziemlich holprig angefangen“, formuliert es Philipp. Die Zusammenarbeit von Stawag und Stadt verlief „reibungslos“, wie Wolfgang Raabe, Leiter der Bauplanung bei der Stawag, betont, so dass die Arbeiten zügig beendet werden konnten.

Marcel Philipp bedankt sich sowohl bei allen Partnern und Beteiligten der Baumaßnahmen als auch bei den Anwohnern, die in den letzten Monaten Lärm und Parkplatzmangel in Kauf nehmen mussten. Nun ist er glücklich, „dass wir an die Sache einen grünen Haken machen können“.

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