Christoph Boost auf dem Narrenthron in Richterich

Für die Session gerüstet : Wunsch ist in Erfüllung gegangen

„Wenn der Prinz dich röft!“ Der bürgerliche Christoph Boost stand voller Nervosität in der ausverkauften Peter-Schwarzenberg-Halle und intonierte sein Lied, das ihn während der Session 2018/2019 begleiten wird. Er sang es voller Inbrunst mit charismatischer Stimme, dass vielen Gästenin der Halle Schauer über den Rücken liefen.

Um aus der Masse der Karnevalisten herauszuragen, wurde ein Stuhl zu seiner Bühne und er dirigierte verhalten die Festgäste. Einen solchen Empfang kann man sich im Traum ausmalen, aber die Realität hatte seine Hoffnungen getoppt. Oben drauf gab es für die 60. Richtericher Tollität von seinem Hofstaat als Begrüßungsgeste noch einen ausgewachsen Konfettiorkan.

Da stand Christoph „Booster“ Boost noch zurückhaltend zwischen Ehrenpräsident Karl Krichel, Geschäftsführer Michael Claßen, dem 2. Vorsitzenden Daniel Gottschalk und dem 1. Vorsitzenden der 1. Richtericher KG „Koe Joe“, Patrick Poquét, auf der Bühne und harrte der Dinge, die da auf ihn zukommen würden. Die jubelnden Jecken im Saal wurden dann Augenzeugen der feierlich-jecken Proklamation des neuen Narrenherrschers. Mit einem Novum: das Prinzenzepter wurde nicht von Last-Minute-Prinz Dietmar I. Specht, sondern vom letztjährigen Kinderprinz Leon I. Romeo Ionescu überreicht.

Als Richtericher Volksprinz Chris I. riss er seine Arme in die Höhe und rief sich mit einem lauten Alaaf die verständliche Anspannung von der Seele. Und nun huschte ein erleichtertes Lächeln über sein Gesicht. Hinter ihm stand ein engagierter 12köpfiger Hofstaat, der sich vor der Proklamation im Prinzenspiel präsentiert hatte.

Christoph Boost ist Torwart und steht in Diensten des Kreisligisten Rhenania Richterich. Karneval habe er immer gefeiert und die langgehegte Idee, einmal Prinz in seinem Stadtbezirk zu werden, wurde in seliger Bierlaune in trockene Tücher gepackt und nun realisiert. Seine Session hat der Hörgeräteakustiker unter das Motto gestellt: „In et Tor ne Jeck, en vür de Kenger Ohre da jouwe Zweck“.

Der Richtericher Volksprinz wird mit der David-Hirsch-Schule, der rheinischen Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation, und der Heinrich-Heine-Gesamtschule Laurensberg zusammenarbeiten, denen der Reinerlös aus seinen närrischen Benefizaktionen zufließen wird.

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