Aachen: Caritas warnt: Kürzungspläne gefährden Hilfeangebote

Aachen : Caritas warnt: Kürzungspläne gefährden Hilfeangebote

Die Caritas Aachen schlägt wegen der von Städteregionsrat Helmut Etschenberg geplanten Sparmaßnahmen Alarm. Die Hilfeangebote für Migranten und Flüchtlinge können demzufolge womöglich nicht mehr lange aufrechterhalten werden.

Hintergrund sind die von der Städteregion angekündigten massiven Kürzungen der Globalzuschüsse für die freie Wohlfahrtspflege. Für die Caritas Aachen bedeute dies eine Einnahmeneinbuße von über 60.000 Euro, heißt es in einer jetzt verbreiteten Erklärung.

Vorstand Bernhard Verholen steht den Kürzungsplänen demzufolge „fassungslos“ gegenüber: „Unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden engagieren sich derzeit bis an die Belastungsgrenze, um diese außerordentliche Herausforderung zu stemmen. Während wir konstruktiv und erfolgreich mit einzelnen Kommunen neue Hilfspakete schnüren, befürchten wir, dass uns jetzt die verantwortlichen Politiker in der Städteregion den Boden unter den Füßen wegziehen. Den Preis müssen jetzt die Menschen zahlen, deren Not in jeder Talk-Show thematisiert wird. Und auch die Helfer lässt man im Regen stehen.“

Die angekündigte Mittelreduzierung bedeute laut Caritas, dass etablierte Stellen in der Migrationsberatung vor dem Aus stehen. Damit würden wichtige Hilfeangebote wegbrechen, die dringend in der Flüchtlingsarbeit benötigt würden. „Wir können nur hoffen, dass die Entscheidungsträger noch ein Einsehen für die dramatische Lage bekommen und im eigenen Interesse die sowieso an ihre Grenzen gekommene soziale Infrastruktur nicht noch mehr destabilisieren“, meint Verholen.

Die Streichung der Globalzuschüsse für die Wohlfahrtsverbände und weitere Kürzungsvorhaben sind Inhalt des von Städteregionsrat Etschenberg erarbeiteten Strukturkonzepts für die Jahre 2015-2025. Mit dem Positionspapier müssen sich die Politiker im Städteregionstag auseinandersetzen.

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