Aachen: Campusbahn-Gegner läuten den Endspurt ein

Aachen : Campusbahn-Gegner läuten den Endspurt ein

Die Gegner der Campusbahn läuten den Endspurt ihres Wahlkampfes ein. Am Freitag wollen sie 500 Plakate im Stadtgebiet aufhängen mit der Aufschrift: „Aachen zieht die Notbremse. Campusbahn Größenwahn. Nein. Am 10. März gegen die Campusbahn abstimmen.“

Dabei sei das Wort Notbremse durchaus als Wortspiel gedacht, erläutert Maximilian Slawinski, Sprecher der Initiative „Campusbahn=Größenwahn“ : „Wir spielen einerseits auf das Straßenbahnsystem an, aber auch auf den drohenden Nothaushalt der Stadt.“


Außerdem verteilen die Gegner des umstrittenen 240 Millionen-Euro-Projekts in den kommenden Tagen noch 20.000 Flyer mit ähnlichem Inhalt. „Auf der Rückseite der Karte haben wir noch mal die wichtigsten Argumente gegen die Bahn übersichtlich zusammengefasst“ , erklärt Joseph Nellen von der Bürgerinitiative. Dabei kreisen die erklärten Bahngegner um ihre drei Hauptkritikpunkte: Verengung der Straßen, Problematik beim Umsteigen sowie finanzielle Überforderung für die Stadt.


„Wir stehen dazu, dass wir Werbung gegen die Bahn machen“ , sagt Slawinski und kritisiert, dass die Befürworter „von einer Informationskampagne sprechen“ und das Kind nicht beim richtigen Namen nennen: „Das sind keine reinen Informationen, das sind Werbemaßnahmen, ähnlich wie bei uns.“


Slawinski und Co. sehen gute Chancen, dass am 10. März bei dem Bürgerentscheid die Mehrheit mit Nein stimmt. So sei bei der jüngsten Veranstaltung im Saalbau Kommer mit rund 300 Interessierten eine Stimmung gegen die Campusbahn erkennbar gewesen. „Für uns ist es ein Kampf David gegen Goliath. Aber wer die Bibel kennt, weiß, wie die Geschichte ausgegangen ist“ , sagt Slawinski mit einem Schmunzeln im Gesicht und schiebt hinterher: „Es wird knapp, aber es wird mit Sicherheit eine hohe Wahlbeteiligung geben. Denn am 10. März wissen die Leute ganz genau, was sie wählen oder besser nicht.“

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