Aachen: Burtscheid begrüßt seinen neuen Kardiologen

Aachen : Burtscheid begrüßt seinen neuen Kardiologen

„Das Herz des Menschen ist mehr als bloß ein pumpender Muskel.“ Mit diesem Satz brachte Professor Dr. Hans Figulla, ehemaliger Direktor der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum in Jena, am Mittwochabend in Aachen auf den Punkt, worin sich alle Redner in den Kurpark-Terrassen einig waren.

Wie alle anderen Gäste auch, inklusive des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet, war Figulla nach Aachen gekommen, um der offiziellen Einführung von Privatdozent Dr. Tudor Constantin Pörner als Chefarzt der neuen Kardiologie am Marienhospital in Burtscheid beizuwohnen. Einhellige Meinung: Das Krankenhaus hat nicht nur einen hervorragenden Mediziner, sondern auch einen besonders empathischen Arzt gefunden.

Zwei Anlässe zum Feiern

Gleich zwei Anlässe zum Feiern sah am Abend Monsignore Heribert August, Kuratoriumsvorsitzender: „Wir haben unsere neue Kardiologie, und einen neuen Chefarzt.“ Die Gründung der neuen Klinik sei dem Kuratorium ein Herzensanliegen gewesen. Dass man für die Leitung einen exzellenten Arzt wie Pörner gewinnen konnte, freue ihn außerordentlich. Dieser lebe nicht nur für seine Arbeit, sondern pflege sowohl mit den Patienten als auch mit den Kollegen und seinem ganzen Team einen sehr menschlichen Umgang.

Eine Chefarzternennung wie keine andere sei das, sagte Professor Thomas Möllhoff, Ärztlicher Direktor am Marienhospital. „Heute müssen wir keinen alten Chefarzt verabschieden, denn wir haben eine ganz neue Klinik geschaffen.“

Das sei ein echter Akt gewesen, der sehr gut gelungen sei. Seinem neuen Kollegen gab er mit Augenzwinkern mit auf den Weg, was heutzutage von Chefärzten verlangt würde. Nicht nur gute Mediziner müssten sie sein, auch sagenhafte Motivatoren, Umsatzbringer und Marketingexperten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Pörner der richtige Mann für den Posten als Chefarzt ist: „Wir freuen uns, dass du da bist.“

Die Freude stand auch Benjamin Koch vom Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital Aachen ins Gesicht geschrieben. „Vor elf Monaten wurde die Entscheidung getroffen, diese Klinik am Marienhospital zu gründen“, berichtete er. Und es sei die größte Entscheidung der vergangenen Jahre gewesen. Die Kardiologie sei für ein Krankenhaus, sagte Koch, wie der Motor für ein Auto. Ohne laufe es nicht richtig, und es gebe Verbindungen zu vielen weiteren Disziplinen.

Nicht vom Auto, sondern vom Flugzeug sprach indes Tudor Pörner selbst, der sich sehr auf seine Zeit in Aachen freut und mittlerweile im Frankenberger Viertel sein neues Zuhause gefunden hat. „Wir bestehen aus vielen Einzelteilen, aber alles muss von Anfang an zusammen funktionieren, damit wir fliegen können.“ Er versprach vor seinem aufmerksam zuhörenden Publikum, am Marienhospital eine Kardiologie aufzubauen, in der es eine exzellente medizinische Betreuung und eine ganzheitliche Betrachtung des Patienten als Menschen geben werde.

250 Millionen für Krankenhäuser

Ministerpräsident Armin Laschet, der dem Marienhospital nicht nur sehr verbunden ist, weil er selbst dort geboren wurde, sagte in seiner Ansprache, dass das Haus durch die Gründung der Kardiologie eine neue Qualitätsstufe erreicht habe. Er versprach, dass die neue Landesregierung noch im Nachtragshaushalt 250 Millionen Euro für die Krankenhäuser im Land zur Verfügung stellen würde, das sei dringend benötigtes Geld.

„Die Themen Krankenhaus und Pflege werden immer wichtiger“, betonte Laschet, und sprach damit den demografischen Wandel an. Neben höheren Investitionen in die Infrastruktur wolle man auch den Weg ins Medizinstudium vereinfachen, so Laschet.

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