Aachen: „Bunt statt blau“: Aktionswoche zum Thema Alkohol

Aachen: „Bunt statt blau“: Aktionswoche zum Thema Alkohol

Wie positioniere ich mich als Schüler zum Thema Komasaufen? Diese Fragen stellten sich die Schüler, die am Plakatwettbewerb der DAK teilnahmen. Ein Mann auf einer Bank im strahlenden Sonnenschein, daneben ein Mann auf dem Boden, umgeben von leeren Flaschen in trübem Licht.

Die eine Hälfte eines Baumes voller bunter Vögel, die andere voller dunkler Vögel. Die Arbeiten der Schüler aus Aachen und der Städteregion leben von den Kontrasten. „Bunt statt blau“ heißt das Motto, unter dem die DAK den Wettbewerb ins Leben gerufen hat. 23 Bilder können derzeit in der Suchthilfe in der Hermannstraße 14 begutachtet werden. Damit ist die bundesweite Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser“ in Aachen schon eröffnet.

Laut Gudrun Jelich, Geschäftsführerin der Suchthilfe Aachen, gibt es ein interessantes Programm für jeden Geschmack. Jugendliche und junge Erwachsene sollen sich bei Workshops, Klassenbesuchen und einem Parcours kritisch mit ihrem Alkoholkonsum auseinandersetzen.

„Alkohol ist nicht grundsätzlich zu verachten“, meint Gudrun Jelich. Es komme vielmehr auf das Alter des Konsumenten und Menge und Funktion des getrunkenen Alkohols an. Missbrauch verursache einen volkswirtschaftlichen Schaden von 26,7 Milliarden Euro. Alkohol sei unverändert die Volksdroge Nummer eins. Und dagegen wollen Suchthilfe und die DAK gemeinsam etwas tun.

Allein 20 Veranstaltungen in Aachen setzten sich zur Aktionswoche vom 25. Mai bis 2. Juni mit dem Thema auseinander. Eltern erhalten Erziehungstipps im Rahmen eines Elternabends und einer zusätzlich eingerichteten Sprechstunde in der Jugend- und Drogenberatung. Betroffene und deren Angehörige können die Hilfsangebote der Suchthilfe kennenlernen. Auch Themen wie „Sucht im Alter“ und „Alkohol am Arbeitsplatz“ kommen zur Sprache. Das gesamte Programm kann unter dem Stichwort „Termine“ unter www.aktionswoche-alkohol.de eingesehen werden.

Laut Aussagen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen hat jeder Bundesbürger im letzten Jahr im Schnitt eine Badewanne voll alkoholischer Getränke konsumiert. Umgerechnet trank damit demnach jeder Bürger 9,6 Liter reinen Alkohol. „Uns machen vor allem diese legalen Süchte Sorgen“, meinte Gudrun Jelich während der Eröffnung der Aktionswoche in Aachen. „17 000 Menschen sterben jährlich an den Folgen von Alkohol, allein oder in Kombination mit dem Rauchen“, führte sie weiter aus. Und lud alle Gäste ein, sich über das Thema auszutauschen.