Aachen: Bundesverdienstkreuz am Bande für Monsignore Heribert August

Aachen: Bundesverdienstkreuz am Bande für Monsignore Heribert August

„Es ist nicht so einfach, wenn so viele wunderbare Sätze gesagt werden, in denen man sich wiedererkennen soll“, sagte Monsignore Heribert August, als Oberbürgermeister Marcel Philipp ihm jetzt das Bundesverdienstkreuz am Band überreichte.

„Monsignore August ist eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten Aachens und Burtscheids,“ führte Philipp aus. Seine Tätigkeit als Pfarrer habe er 1983 an St. Michael und St. Aposteln in Burtscheid begonnen, 15 Jahre später wurde er zusätzlich Pfarrer der Gemeinde Herz Jesu. Darüber hinaus sei er wesentlich an der Weiterentwicklung des Marienhospitals beteiligt gewesen. Seit 1984 ist der Monsignore Vorsitzender des Kuratoriums der Katholischen Stiftung Marienhospital.

Gesundheitszentrum

Laut Philipp baute er das Marienhospital zu einem umfassenden Gesundheitszentrum aus, dem die Bereiche Gesundheitsförderung, Rehabilitation, häusliche Pflege, Altenwohnungen und zwei Altenheime angeschlossen sind.

Die Restaurierung der Kathe­drale in Sarajevo sei Höhepunkt seines dortigen Einsatzes gewesen, so Philipp. Seit 1977 organisiert Monsignore August für Bedürftige in Sarajevo Kleider- und Lebensmitteltransporte. 2003 wurde er in Anerkennung seiner Verdienste um die Menschen und um die Kathe­drale zum Ehrendomkapitular am Dom zu Sarajevo erhoben. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn vor drei Jahren zum Ehrenkaplan seiner Heiligkeit mit dem Titel Monsignore.

„Wir sind froh, dass wir ihn in Aachen haben“, sagte „Nachrichten“-Chefredakteur Bernd Ma­thieu als Mitglied des Kuratoriums der Katholischen Stiftung Marienhospital. Er beschrieb Monsignore August als zupackend und zuverlässig und als jemanden, der niemandem nach dem Munde redet. Sein Einsatz für die Katholische Stiftung Marienhospital sei eine Erfolgsbilanz.

Er habe Dinge erreicht, die andere für unmöglich gehalten hätten. Er habe initiiert, vermittel, neu aufgebaut, alte und neue Beziehungen gepflegt und Freundschaften geknüpft. „Mon­signore August ist ein Glücksfall für die Kirche“, meinte Mathieu und rechnete ihm hoch an, dass er Frieden mit dem Parkhaus des Marienhospitals geschlossen habe, das sich letztendlich als wirtschaftlicher Erfolg erwiesen habe. Nächstenliebe, Glaube und Toleranz zeichnen Monsignore August laut Ma­thieu aus, und das Wissen, wie das Leben gelebt wird.

Monsignore Heribert August dankte all jenen, die sich für ihn eingesetzt haben. Er habe eine tolle Familie, die ihm Rückhalt und Kraft gebe. „Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre weitermachen kann“, sagte er und verwies darauf, dass die Auszeichnung eben auch all jenen zu verdanken sei, die ihn in den letzten 30 Jahren begleitet hätten.

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