Aachen/Eschweiler: Bundespolizei zieht französische Hooligans aus dem Verkehr

Aachen/Eschweiler: Bundespolizei zieht französische Hooligans aus dem Verkehr

Das Champions-League-Spiel von Bayer Leverkusen gegen Paris St. Germain am Dienstagabend hat Auswirkungen bis in unsere Region hinein. Denn die Bundespolizei hat am Dienstagnachmittag am Autobahnrastplatz Aachener Land fünf Busse mit französischen Fans kontrolliert, die unterwegs zur Bayarena waren.

„Insgesamt 170 Personen haben wir in Absprache mit der Landespolizei die Weiterreise nach Leverkusen untersagt“, bilanzierte Pressesprecher Knut Paul am späten Nachmittag. Denn während in zwei Bussen „normale“ Fußball-Fans mit Eintrittskarten saßen, die schließlich auch weiterfahren durften, seien die Beamten in den übrigen drei Bussen auf „gewaltbereite und besonders gewaltbereite Fans“ getroffen, die außerdem noch Unmengen an pyrotechnischem Material sowie Waffen und Schlagstöcke dabei hatten. „Erschwerend kam hinzu“, berichtete Knut Paul, „dass in einem Bus eine rechte Fangruppierung saß und in einem anderen eine linke.“ Die habe man voneinander treffen müssen.

Bei der Pyrotechnik habe es sich außerdem nicht um „normales“ Silvesterfeuerwerk gehandelt. „Unser Entschärfertrupp, den wir eigens angefordert haben, hat gesagt, das gefundene Material entspricht einem Kilogramm TNT“, erläuterte der Sprecher.

Die Kontrollmaßnahme der Bundespolizeiinspektion Köln sei im Rahmen der Gefahrenabwehr, zu dem die Bundespolizei innerhalb des Grenzgebietes berechtigt ist, erfolgt, erläuterte Knut Paul weiter. „Damit wollen wir verhindern, dass gewaltbereite Fans überhaupt nur in die Nähe des Stadions gelangen.“ Den Kontrollort Aachener Land habe man ausgewählt, „weil wir hier den Verkehr nicht stören und genügend Platz haben“, sagt Paul.

Ausreichend Platz wurde für die mehrstündige Kontrolle auch benötigt, denn alle Fans wurden in eigens aufgebauten Zelten durchsucht, während die Reisebusse unter anderem mit Sprengstoff- und Drogenhunden kontrolliert wurden.

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