Aachen: Bürgerpark am Justizzentrum eröffnet

Aachen: Bürgerpark am Justizzentrum eröffnet

Es ist beileibe kein eidgenössisches Geldinstitut, das mit der Schweizer „Landi-Bank” nach Aachen kommt. Nein, der bekannte Landschaftsarchitekt Prof. Günther Vogt aus Zürich war es, der jenes Landi-Sitzmöbel für den neuen Park am Justizzentrum Aachen zwischen Adalbertsteinweg und Sophienstraße vorschlug.

Die Form der Landi-Sitzbank wurde schon 1939 entworfen und ist noch heute ein beliebtes Möbelstück für Parks mit Niveau - so wie es die Anlage neben dem Aachener Justizneubau sein soll.

Am Freitag war es nach eineinhalb Jahren Anwachszeit für Rasen und andere Pflanzen so weit: Der Bürgerpark, der auf Betreiben von OB Jürgen Linden eine grüne Klammer zwischen Ostviertel und den Frankenbergern werden soll, wurde von BLB-Chef Harald K. Lange und Justizvertretern eröffnet.

Mit an vorderster Front legte beim Wegräumen der Umzäunung der ehemalige Landgerichts-Vizepräsident Bernd Scheiff (jetzt Mönchengladbach) Hand an. Unter seiner Verantwortung entstand der Neubau wie auch der Park, hoch gelobt wurde damals allenthalben das beinahe unerschöpfliche Organisationstalent des Richters an der Baufront.

Für den Chef des Bau- und Liegenschaftsbetriebes Lange war es das erste Mal: „Ich habe noch nie einen Park eröffnet”, meinte er und rief den zahlreichen Zuhörern aus dem Justizbereich die Geschichte des Areals in Erinnerung: Abriss der Haftanstalt, bei den Öchern MoulenshöhÔ genannt, Neubau des Justizzentrums in Rekordzeit mit besagter hochklassiger Landschaftsarchitektur drum herum. Denn, bekräftigte ebenso Landgerichtspräsident Stefan Weismann, der offene Park neben dem aus naheliegenden Gründen hoch gesicherten Justizbau solle die Offenheit der Justiz gegenüber den Bürgern dokumentieren.

Landschaftsarchitekt Vogt bekräftigte seine konzeptionelle Idee: Großzügige Weite und Offenheit zu den Menschen seien die zentralen Begriffe dieser Parklandschaft, die sich momentan noch im Jugendstadium befinde: „Sie braucht noch etwas Zeit und Pflege”, bat der Schweizer höflich, aber bestimmt um Pardon für den Rasen und die seltenen Bäume.

In der Tat handelt es sich bei dem Gepflanzten teils um äußerst exotische Gewächse. So ist eine Himalaya-Birke in Nachbarschaft zu einer Tokyokirsche zu finden, und ein Mammutbaum wird sich zu stattlichen Höhen hochwinden und dann von oben auf die 25000 Quadratmeter große Rasenlandschaft mit englischem Einschlag hinabsehen.

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