Aachen: Bürgerbefragung im Westparkviertel: Wie wollen Ältere leben?

Aachen : Bürgerbefragung im Westparkviertel: Wie wollen Ältere leben?

„Wir wollen erfahren, was die Menschen der älteren Generation im Westparkviertel bewegt, welche Bedürfnisse sie haben“, erklärt Quartiersmanagerin Marion Bergk. Das auf drei Jahre angelegte Projekt verfolgt eine altersgerechte Quartiersnutzung, so dass ältere Menschen so lange wie möglich selbstständig daheim leben können mit allem, was dazugehört: Wohnen, Einkaufen und soziale Kontakte, erklärt Bergk.

Nach einem ersten Bürgerforum im März startet nun eine Bürgerbefragung zum Thema „Gut älter werden im Westparkviertel“. Vom 14. bis 18. Mai findet diese Aktion in Kooperation mit der Katholischen Hochschule (Katho) Aachen statt. Rund ein Dutzend Bachelor-Studierende sind an verschiedenen Stellen vor Ort im Westparkviertel, um die Bürger persönlich zu befragen.

„Das Thema des Semesters ist ‚Soziale Arbeit im Stadtteil‘. Für uns ist es toll, dass wir mit den Studierenden eine anwendungsbezogene Forschung betreiben können, die ihnen authentische Arbeitsmöglichkeiten bietet“, erklärte Professorin Dr. Marianne Genenger-Stricker von der Katho Aachen. Die Studierenden sind in Zweier-Teams unterwegs und tragen T-Shirts vom Quartiersmanagement und ihrer Hochschule. Und sie tragen Namensschilder, um deutlich erkennbar zu sein und Vertrauen aufzubauen.

Den durchaus anspruchsvollen Fragebogen, der innerhalb einer Viertelstunde beantwortet werden kann, haben Masterstudierende entwickelt. Sie werden auch die Auswertung vornehmen. „In unserem Studienfach der Sozialen Arbeit geht es zum Einen um Sozialraumorientierung, und solch echte Erfahrungen nützen den Studierenden sehr. Sie befinden sich gerade am Ende des sechsten Semesters. Und zum Zweiten ist es für uns enorm wichtig, Menschen als Experten ihres eigenen Lebens zu fragen, was ihnen wichtig ist“, erklärt Genenger-Stricker.

Möglichst viele Aspekte berücksichtigt der Fragebogen und richtet sich ausdrücklich auch an Menschen, die jünger als 55 sind. „Die Ergebnisse der Befragung sollen in die weitere Planung des Quartiersbüros 55 plus und der Stadt Aachen einfließen, deshalb hoffen wir auf eine möglichst hohe Beteiligung“, betont Marion Bergk.

Die Studierenden sind im Westpark selbst am Haupteingang Gartenstraße, Eingang Welkenrather Straße, sowie am Rondell am Weiher, auf dem Jakobsplatz, vor dem Rewe-Supermarkt an der Lütticher Straße und vor dem Kaufland an der Vaalser Straße anzutreffen. Zusätzlich liegen die Fragebögen in der Luisen-Apotheke an der Lütticher Straße 24 und in der Westpark Apotheke an der Vaalser Straße 88/Ecke Gartenstraße aus und können dort auch wieder abgegeben werden. Auch im Quartiersbüro 55 plus in der Welkenrather Straße 69 — 71 sind die Fragebögen ab sofort erhältlich und können bis zum 30. Mai ausgefüllt zurückgegeben werden. „Wir möchten eine Anlaufstelle sein für Fragen und Ideen und möglichst nachhaltige Projekte initiieren, die zum Selbstläufer werden, und nicht zuletzt eine neue eigene Identität für den Stadtteil aufbauen“, betont Marion Bergk.

Eine Präsentation der Ergebnisse der Befragung, die in die städtischen Planungen einfließen, gibt es am 26. September ab 18 Uhr im Westend-Pavillon im Altenheim St. Elisabeth an der Welkenrather Straße 69-71. Informationen zur Arbeit von Quartier 55plus am Westpark gibt es bei Quartiersmanagerin Marion Bergk unter Telefon 0241/87918888.

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