Aachen: Brückenarbeiten am Luxemburger Ring: Vollsperrung in den Ferien

Aachen : Brückenarbeiten am Luxemburger Ring: Vollsperrung in den Ferien

Auf einigen Anliegerstraßen um den Luxemburger Ring wird es in den Sommerferien eng. Weil eine Brücke aufgrund von Wasserschäden dringend repariert werden muss, wird der Ring für rund zwei Monate auf einem Abschnitt komplett gesperrt. Für Autofahrer vor allem aus der Eifel und dem Aachener Süden, die auf dieser Strecke oft in Richtung Klinikum unterwegs sind, bedeutet das Verkehrsbehinderungen.

Wegen dieser zu erwartenden Behinderungen sind die Baumaßnahmen, vor allem die Vollsperrung des Straßenabschnitts zwischen Ronheider Weg und Martelenberger Straße, in die Sommerferien gelegt worden. „Weil es eine verkehrsarme Zeit ist“, erklärt Elisa Bresser vom städtischen Presseamt. Ab Anfang Juli wird gebaut und der Luxemburger Ring bis voraussichtlich 25. August komplett dicht gemacht, im Anschluss kann der Verkehr zumindest einspurig wieder rollen. Im Oktober soll der Luxemburger Ring wieder auf voller Breite für den Verkehr zur Verfügung stehen.

Der Beton der Hohlkästen muss instand gesetzt, der Beton auf den Gehwegen erneuert werden. Außerdem sollen Lärmschutzwände aufgebaut werden. Die Feuchtigkeitsschäden seien entstanden, weil Oberflächenwasser durch die Einstiegsluken in der Fahrbahn eingedrungen ist, erklärt Bresser. Der Verschleiß des Oberflächenbelags sei vollkommen normal, schließlich werde diese rege genutzt. Bei der Gelegenheit werde gleich ein neues Geländer verbaut, denn das damals eingesetzte Aluminiumgeländer entspreche nicht mehr aktuellen Anforderungen, was die Höhe betrifft.

Die Brücke stammt aus Anfang der 1970er Jahre, ist also schon weit über 40 Jahre alt und dennoch sei es das erste Mal, dass dort Sanierungsarbeiten im aktuellen Umfang nötig werden. Aufgefallen waren die Schäden bereits im vergangenen Jahr. Die Stadt schreibt in einer Pressemitteilung: „Bei einer Begehung der dreifeldrigen Spannbetonbrücke wurden Feuchtigkeitsschäden an der Unterseite der Hohlkastenplatte festgestellt.“ Begehungen dieser Art finden in Aachen regelmäßig und bei allen städtischen Bauwerken statt.

Bei weiteren betontechnischen Untersuchungen hatte sich herausgestellt, dass schnell reagiert werden müsse — weniger, weil ein Wegbrechen von Teilen der Brücke drohe, sondern viel mehr, um kostspielige Folgeschäden zu vermeiden, erklärt Bresser.

Deshalb sollten die Bauarbeiten eigentlich schon im vergangenen Sommer angegangen werden, die Ausschreibung der erforderlichen Maßnahmen war schon geschehen, musste aber zurückgenommen werden — „aus wirtschaftlichen Gründen“, heißt es aus dem Presseamt.

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