Aachen: Brennpunkt Ostviertel: Polizei und Bürger kommen ins Gespräch

Aachen: Brennpunkt Ostviertel: Polizei und Bürger kommen ins Gespräch

Die Situation im Ostviertel ist angespannt: Die Bürger vermissen den Dialog mit der Polizei, die Ordnungshüter zeigen mehr Präsenz als zuvor. Am 24. Oktober wurde ein Polizist von einer Gruppe von zehn bis 15 jungen Leuten verfolgt, als er einen Verdächtigen festnehmen wollte. Seitdem ist die Polizei fast täglich aktiv, bei einem Teil der Bevölkerung in dem Stadtviertel ist das Vertrauen in die Ordnungshüter drastisch gesunken.

Die „Nachrichten“ bringen Bürger und Behörden beim Forum „Brennpunkt Ostviertel“ erstmals miteinander ins Gespräch. Richard Okon, Leiter der Offenen Tür Josefshaus, und Aynur Kazak, Inhaberin des Kennedy-Grills an der Elsassstraße, werden am Mittwoch, 18. Dezember, um 18.30 Uhr im Casino des Zeitungsverlages Aachen mit Stadtdirektorin Annekathrin Grehling und Polizeipräsident Klaus Oelze über die Probleme im Ostviertel diskutieren. In einer Zuschauerrunde können auch Fragen gestellt und Probleme angesprochen werden.

Unterdessen hat die Polizei am Wochenende ihre Kontrollen in dem Bereich weiter verstärkt und insgesamt 63 Personen sowie fünf Gaststätten und Cafes überprüft.

Bei der Durchsuchung eines Mannes in einem Cafe am Adalbertsteinweg/Ecke Goerdelerstraße stellten die Ordnungshüter einen Teleskopschlagstock sicher und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Anschließend nahmen sie auch auf dem Adalbertsteinweg einen Albaner fest. Er soll sich illegal in Deutschland aufhalten, die Ermittlungen dauern an. Ebenfalls auf dem Adalbertsteinweg ergab die Überprüfung eines Mannes, dass er gegen das Ausländergesetz verstoßen hat. Er konnte lediglich einen abgelaufenen ausländischen Pass vorzeigen.

Auch einen Kiosk am Adalbertsteinweg nahm die Polizei genau unter die Lupe. Ergebnis: Die Auszeichnungen der angebotenen Waren sollen nicht ordnungsgemäß gewesen sein. Das zuständige Ordnungsamt der Stadt wurde umgehend darüber informiert.

Zudem überprüfte die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Ostviertel insgesamt 599 Fahrzeuge. Dabei ergab die Kontrolle eines Pkw-Führers in der Goerdeler Straße, dass er unter Rauschgifteinwirkung stand. Außerdem war er mit seinem Wagen ohne Führerschein unterwegs. Entsprechende Strafverfahren sind eingeleitet.

Ein Autofahrer auf dem Reichsweg war mit 0,5 Promille unterwegs; bei einem weiteren Fahrzeugführer auf dem Adalbertsteinweg ergab die Überprüfung einen Wert von 0,9 Promille. Gegen beide wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

In der Pflicht

„Wir sind in der Pflicht, den Bürgern im Ostviertel zu zeigen, dass wir da sind. Ich weiß auch, dass wir viel länger daran stricken müssen, das Vertrauen zurückzugewinnen, als wir es verloren haben“, sagte Polizeipräsident Klaus Oelze jüngst gegenüber den „Nachrichten .