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Zeugen in Roetgen und Aachen gesucht: Brandstifter bedroht Naturschutzgebiet Struffelt

Zeugen in Roetgen und Aachen gesucht : Brandstifter bedroht Naturschutzgebiet Struffelt

Die Polizei fahndet nach einem Brandstifter, der für mehrere kleine Waldbrände im Bereich des Naturschutzgebiets Struffelt und umliegender Wälder auf Roetgener und Aachener Gebiet verantwortlich sein soll. Diese hätten übel enden können.

Mittlerweile sind es zehn Brände, die die Feuerwehr Roetgen einem unbekannten Feuerteufel zuschreibt – zehn auf Roetgener und drei unmittelbar angrenzend auf Aachener Gebiet. Der erste Fall ereignete sich laut Polizei am 8. August im Naturschutzgebiet Struffelt an der Roetgener Straße in Rott. Zudem kam es zu Bränden am 20. August in einem Waldgebiet an der Hahner Straße in Roetgen und am 24. August an einem Waldweg im Bereich Rotterdell.

Am heutigen Donnerstag brannte es erneut im Struffelt – exakt dort, wo es bereits am Mittwoch sowie Anfang August gebrannt hatte. „Bislang hatten wir das Glück, dass Wanderer die Brände immer rechtzeitig gemeldet haben, so dass größerer Schaden verhindert werden konnte. Bei der Trockenheit der vergangenen Wochen hätten diese Brandstiftungen aber übel enden könnten“, sagt Joachim Wynands, Leiter der Feuerwehr Roetgen.

Alle Brände seien an etwas abgelegenen Waldwegen gelegt worden. Es sei daher zu vermuten, dass sich der Täter dort nicht motorisiert fortbewege. Um den Brandstifter nicht durch Berichterstattung zu motivieren und zu belohnen, habe die Feuerwehr nach den ersten Bränden keine Berichte mehr herausgegeben. „Nun ist aber der Zeitpunkt gekommen, in dem wir die Hilfe der Bevölkerung benötigen“, sagt Wynands.

Mehrfach schlug der Täter offenbar an derselben Stelle zu - zuletzt dreimal im Naturschutzgebiet Struffelt. Foto: Feuerwehr Roetgen

Die Polizei fahndet nun nach dem Täter und bittet um Hinweise unter 0241/957731101 oder – außerhalb der Bürozeiten – unter 0241/957734210.

Am Donnerstag veröffentlichte auch die Polizei in Ostbelgien einen Zeugenaufruf, nachdem am 21. August um 23.45 Uhr und am 26. August zur Mittagszeit zwei Hecken in Kelmis-Hergenrath angezündet wurden. Beim ersten Fall wurde eine männliche Person im Alter von rund 20 Jahren gesehen, die den Tatort fluchtartig verlassen hat. Am 26. August griff das Feuer auf ein Wohnhaus über und hat hohen Sachschaden angerichtet. Die Bewohnerin musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ein Zusammenhang mit den Bränden in Roetgen hält die Feuerwehr Roetgen allerdings für unwahrscheinlich. Die belgische Polizei nimmt Hinweise unter 0032/87450460 entgegen.

(mar)