Aachen: Brander TV: Nachfolger gesucht

Aachen: Brander TV: Nachfolger gesucht

Noch sind Ferien, und trotzdem ist in der Sporthalle der Gesamtschule Brand am Freitagmittag mächtig was los. Rund 70 Jugendliche — Große und Kleine, Jungen und Mädchen, Deutsche, Türken, Spanier und viele andere — üben Freiwürfe, Korbleger, Dribblings und mit Hilfe eines kleinen Trampolins sogar Dunkings. Und mittendrin in dem lauten Gewusel steht Josephine Hoffmann und hat alles im Griff beim Basketball-Feriencamp des Brander TV.

„Unsere Teilnehmer kommen nicht nur aus Aachen und nicht nur aus unserem Verein“, erzählt die Trainerin, die zusammen mit ihrem Betreuerteam an jedem Ferientag alle Hände voll zu tun hat. Und das nicht nur während des Camps, denn die Basketballabteilung des Brander TV zählt 380 Mitglieder und lässt 14 Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Josephine Hoffmann ist unter anderem für rund 200 Jugendliche in acht Jugendteams und drei Trainingsgruppen verantwortlich. Doch die Niederländerin bekommt bald Unterstützung. „Ich bilde gerade vier Trainer und Betreuer aus“, erzählt sie.

„Ein tolles Erlebnis“

Doch diese Trainerausbildung kostet Geld, räumt Franz Paffen vom Vorstand des Brander TV ein. Geld, das der Verein unter anderem im vergangenen Jahr als Zweitplatzierter bei der Verleihung des städtischen Förderpreises „Integration durch Sport“ bekommen hat. „Die Preisverleihung war ein tolles Erlebnis damals im Eurogress“, erinnert sich Paffen, der im Vorstand des Gesamtvereins für die Ballsportarten und damit auch für die Basketballabteilung zuständig ist. Denn die ist 2013 für die offenen Breitensportangebote unter dem Motto „Basketball ist schnell und macht Spaß“ ausgezeichnet worden.

Aktivitäten mit Vorbildcharakter

Aktuell suchen die Stadt, der Stadtsportbund und der Arbeitskreis „Integration durch Sport“ nach den Nachfolgern der Brander Basketballer und der weiteren Preisträger. Denn am 21\. September wird der Förderpreis „Integration durch Sport“ im Rahmen des Aachener Tages der Integration im Eurogress zum vierten Mal vergeben.

Und zwar für Aktivitäten mit Vorbildcharakter, die sich entweder nachhaltig auf die Integrationsarbeit auswirken, durch Kooperation unterschiedlicher Institutionen getragen werden, durch ein gemeinsames Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturkreise geprägt sind oder sich durch soziales Engagement auszeichnen.

Dotiert sind die ersten drei Plätze mit insgesamt 3000 Euro, die der Integrationsrat der Stadt freigegeben hat. Hinzu kommt Preisgeld für Anerkennungspreise, das vom Förderverein „Integration durch Sport“ zur Verfügung gestellt wird.

„Es können sich natürlich Vereine aber auch Vereinigungen, Institutionen aller Art, Kulturvereine, Schulen, Kitas, Offene Türen oder auch Privatpersonen bewerben“, zählt Karlheinz Welters vom städtischen Fachbereich Sport auf. Denn — und darin stimmten alle Beteiligten der zweiten Vorsitzenden des Fördervereins „Integration durch Sport“, Birgitt Lahaye-Reiß, zu: „Integration funktioniert im Sport ganz einfach.“

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