Brand: Brander begrüßen die Rad-Vorrang-Route: 750 Unterstützer

Brand : Brander begrüßen die Rad-Vorrang-Route: 750 Unterstützer

750 Unterschriften für die Rad-Vorrang-Route von Brand in die Innenstadt: Norbert Rath und Gereon Hermens von der Projektwerkstatt „Fahrradfreundliches Brand“ überreichten die Liste jetzt in der Einwohnerfragestunde der Brander Bezirksvertretung.

Zusätzlich übergaben sie Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns die Kopien von mehr als 35 individuell verfassten Schreiben von ganz unterschiedlichen Institutionen und Unternehmen entlang des Weges, die damit ihre uneingeschränkte Zustimmung zu dem Vorhaben signalisieren.

Bei der eigentlichen Behandlung des Tagesordnungspunktes trug Bastian Weise vom städtischen Fachbereich 61 (Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen) den Stand der Dinge vor. Danach soll die Rad-Vorrang-Route (RVR) Brand als zweites der insgesamt für alle Außenbezirke geplanten Vorhaben nach der bereits auf den Weg gebrachten RVR Eilendorf umgesetzt werden. Bereits im April soll ein Förderantrag für die Brander Route gestellt werden. Im Zuge der Klärung der Bewilligung soll dann später eine Bürgerbeteiligung stattfinden, bei der die geplanten Maßnahmen vorgestellt und diskutiert werden sollen.

Ab dem Brander Markt

Insgesamt wird die Rad-Vorrang-Route Brand, die vom Marktplatz ins Aachener Zentrum führt, nur zu einem kleineren Teil über Brander Gebiet führen. Derzeit ist eine Linienführung vom Brander Markt über Marktstraße, Wolferskaul, Rombachstraße und den Geh- und Radweg unter der Autobahn am Brander Wall angedacht. Der weitere Verlauf würde über Straßen des Stadtteils Forst im Bereich der Bezirksvertretung Aachen-Mitte bis zur Bismarckstraße führen, wo die RVR Brand auf die aus Eilendorf trifft. In gemeinsamer Linienführung geht es dann über innerstädtische Straßen bis zum Elisenbrunnen.

Was wird aus den Fördermitteln?

In der Aussprache begrüßten Vertreter aller Fraktionen die geplante Rad-Vorrang-Route und mahnten auch vor dem Hintergrund des Bürgervotums eine schnelle Umsetzung an. Von Seiten der CDU und der SPD wurden Bedenken hinsichtlich der Einbindung der Marktstraße vorgetragen. Die Straße weise ein hohes Verkehrsaufkommen auf, verfüge über viele dringend benötigte Parkplätze und sei gerade erst aufwendig umgestaltet worden. Da stehe die Befürchtung im Raum, Fördergelder, die für die Umgestaltung der Marktstraße gezahlt worden seien, wieder zurückzahlen zu müssen. Es sei daher angezeigt, vorsorglich nach Alternativen zu suchen.

In der Beschlussfassung folgten die Mitglieder der Bezirksvertretung einstimmig der Vorlage, beauftragten die Verwaltung, die Planungen für die auf Brander Gebiet verlaufenden Straßen voranzutreiben, und empfahlen der Bezirksvertretung Aachen-Mitte und dem Mobilitätsausschuss des Rates, den vorgestellten weiteren Verlauf der Rad-Vorrang-Route bei den nächsten Planungsschritten zugrunde zu legen.

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