Aachen: Brand an Schagenstraße: Falscher Umgang mit Grillanzünder vermutlich Ursache

Aachen : Brand an Schagenstraße: Falscher Umgang mit Grillanzünder vermutlich Ursache

Zwei Feuer, eine Folge: Nach den Bränden in Mehrfamilienhäusern in Forst vor anderthalb Wochen und in der Schagenstraße am vergangenen Sonntagmorgen waren beide Gebäude nicht länger bewohnbar. Um die Unterbringung der Bewohner kümmern sich Feuerwehr und der städtische Fachbereich Soziales. Ursache der Brände ist in beiden Fällen ersten Erkenntnissen zufolge kein Fremdverschulden.

In dem Mehrfamilienhaus in Forst waren 18 Personen gemeldet. Die acht Personen, die nach dem Brand ins Krankenhaus gebracht werden mussten, konnten am Tag danach bereits wieder entlassen werden. Die anderen wurden erst einmal in einem Hotel untergebracht. Mittlerweile haben alle eine neue Bleibe. Eine 85-Jährige bekam von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewoge eine Wohnung angeboten, eine alleinerziehende Mutter ist mit ihrem Kind ebenfalls in einer Gewoge-Wohnung untergekommen. In diesem Fall war dafür gesorgt worden, dass sich die Bleibe in der Nähe der Grundschule des Kindes befindet.

Nach dem Brand in der Schagenstraße: In dem mehrstöckigen Gebäude kann vorerst niemand mehr leben, die Bewohner sind anderweitig untergebracht worden. Foto: Harald Krömer

Alle anderen Bewohner hatten sich selbst um Unterkunft bei Freunden, Verwandten oder Bekannten gekümmert. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen nach Auskunft der Polizei nach wie vor. Nach aktuellem Kenntnisstand handele es sich aber nicht um Fremdverschulden.

Nach dem Brand am vergangenen Wochenende in der Schagenstraße mussten drei Familien, insgesamt 14 Personen, ins Hotel ziehen. Mittlerweile ist eine Familie in einer städtischen Wohnung, eine andere in einer Gewoge-Wohnung untergebracht. Die dritte Familie schaue sich gerade in einer ebenfalls von der Gewoge angebotenen Wohnung um. Als Ursache dieses Feuers gilt unsachgemäßer Umgang mit Grillanzündern, die Ermittlungen laufen deshalb wegen fahrlässiger Brandstiftung.

„Wir haben Vereinbarungen über die Unterbringung im Notfall mit verschiedenen Hotels in Aachen getroffen. So können wir im Falle eines Falles je nach Belegung der Hotels reagieren“, sagt Rita Klösges vom städtischen Presseamt. In der Nacht und an Wochenenden oder Feiertagen kümmere sich in der Regel die Feuerwehr um die erste Unterbringung. In absoluten Notfällen seien Mitarbeiter des Fachbereichs Soziales aber auch über eine Mobilfunknummer für die Retter erreichbar. In der Folge kümmerten sich die Experten bei der Stadt dann um eine längerfristige Bleibe für jene Brandopfer, die selbst nicht bei Freunden, Bekannten oder Verwandten Unterkunft fänden.

In einer ersten Reaktion gleich nach den Unglücken würden die Kosten, erklärt Klösges, zunächst von der Stadt übernommen. „Erst einmal muss den Menschen geholfen werden — vor allem anderen.“ Im Nachgang wird je nach Brandursache entschieden, wer die Kosten zu tragen hat — etwa eine Versicherung, Brandstifter oder die Eigentümer.

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