Aachen: Bombardier: Die Welle der Solidarität ebbt nicht ab

Aachen: Bombardier: Die Welle der Solidarität ebbt nicht ab

817 Unterschriften in knapp vier Stunden: Die Solidarität für die Bombardier-Belegschaft nimmt nicht ab. Am Sonntagnachmittag in der Zeit zwischen 13 und 17 Uhr suchte Thomas von Thenen, Mitglied des Solidaritätskomitees, am Holzgraben das Gespräch mit vorbeieilenden Passanten.

„Ich bin sehr beeindruckt. Ich habe schon einige Unterschriftenaktionen mitgemacht. Aber was hier los war, ist schon außergewöhnlich gewesen.” Viele Leute seien von sich aus stehen geblieben und hätten direkt unterschrieben.

„Die meisten waren sehr gut informiert, auch zahlreiche Jugendliche wussten Bescheid”, sagt von Thenen, der auch die neue eingerichtete Internetseite http://Talbot.blogsport.de betreut. Gleichzeitig wurde von vielen aber auch ihr Unverständnis und ihre Empörung über die Entscheidung von Bombardier geäußert, das Aachener Werk zu schließen.

„Es war ein Riesenerfolg”, urteilt von Thenen, der als Krankenpfleger am Klinikum arbeitet, sich in seiner Freizeit aber gerne dem Thema Solidarität widmet. Mit dabei waren am Sonntag auch IG-Metall-Chef Franz-Peter Beckers und Ralf Woelk, DGB-Vorsitzender Region Aachen. Damit liegt die Gesamtzahl der Unterschriften bei weit mehr als 10.000.

Am Montag wollen die „Talbötter” ab 10 Uhr während einer internen Betriebsversammlung beraten, wie es weitergeht.

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