Aachen: Blücherplatz ein Magnet für Müllsünder

Aachen: Blücherplatz ein Magnet für Müllsünder

Zwischen spärlichen Grünstreifen sprießen kunterbunte Blüten der durchaus ekelhaften Art. Das kann auch einen Gottesmann, der einiges gewöhnt ist, auf die sprichwörtliche Palme bringen.

„Seit einiger Zeit türmt sich auf dem Blücherplatz immer wieder der Müll”, zürnt Heinz Baumann, Pfarrer von St. Elisabeth gleich nebenan. „Überall liegen Scherben herum, oft sieht es aus wie auf einer Abfallhalde.”

Vor einigen Wochen bereits habe die Pfarre die Stadt auf die „unzumutbaren Zustände” (Baumann) aufmerksam gemacht. „Man hat uns versprochen, etwas zu unternehmen. Passiert ist nichts”, sagt der Pastor.

„Häufig treiben sich nachts Leute auf dem Platz herum, machen Lärm und Dreck. Eine schöne Visitenkarte für Besucher, die über die Jülicher Straße oder die Autobahn in die Stadt kommen, ist der Platz nun wirklich nicht.”

Ganz zu schweigen von den Kindern und Jugendlichen der ebendort residierenden städtischen Musikschule. „Das Müllproblem hat auch uns bereits beschäftigt”, berichtet Annelore Einmahl, Vorsitzende des Elternbeirats. „An den Containern sammelt sich immer wieder der Unrat.”

Und gerade am Mittwoch, bestätigte Hans Poth vom Presseamt prompt, seien Mitarbeiter des Stadtbetriebs zu einer großen Entsorgungsaktion ausgerückt. „Eine ganze Menge wild herumliegender Abfallsäcke ist von Autos plattgefahren worden - es sah wirklich schlimm aus”, sagte Poth.

„Wir können nur an die Bürger appellieren, ihren Müll bitte nicht einfach auf die Straße zu werfen.” Zumal die Citybewohner ihre Gelben Säcke nur in den Keller zu stellen brauchten - der Stadtbetrieb entsorge sie schließlich per Vollservice.

Allerdings sei die Verwaltung auch darüber hinaus in der Vergangenheit keinswegs untätig gewesen: „Der Stadtbetrieb fährt den Blücherplatz mindestens einmal die Woche an - in Zukunft wird er zwei Mal pro Woche dort nach dem Rechten schauen”, verspricht Poth.

Auch das Ordungsamt sei sensibilisiert worden: Mehrfach war der AZ überdies nämlich von umherliegenden Spritzen berichtet worden. Allerdings, betonte Polizeisprecher Michael Houba, sei der Platz im Schatten von St. Elisabeth „aus unserer Sicht völlig unauffällig”.

Kriminelle Umtriebe seien in keiner Weise verstärkt festzustellen. Houba: „Wenn Bürger dennoch konkrete Beobachtungen machen, sollten sie die Polizei schnellstmöglich informieren.”

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