Bleiberger Fabrik in Aachen feiert 25-jähriges Jubiläum

Bleiberger Fabrik : Seit 25 Jahren gibt es immer wieder neue Impulse

Als gigantischen kreativen Ameisenhaufen beschreibt Vorstandsvorsitzende Anna Zeien die Bleiberger Fabrik an der Bleiberger Straße. Seit 25 Jahren sorgt Sibylle Keupen als Leiterin dafür, dass eben dieser Ameisenhaufen ein produktiver Ort der kreativen Auseinandersetzung für Kinder und Erwachsene ist.

Als sie das Jubiläum jetzt gemeinsam mit ihrem Team und vielen Gästen feierte, wurde deutlich, dass Keupen vor allem auch eine große Netzwerkerin ist, die ganz unterschiedliche Personen an einen Tisch bringt. Und da sie schon im Vorfeld der Jubiläumsfeier ausdrücklich darum gebeten hatte, auf die übliche „Lobhudelei“ zu verzichten, verpackte Anna Zeien das Lob kurzerhand ganz modern in prägnante „Hashtags“.

So reihten sich Schlagworte wie „Leidenschaft“, „Steuerfrau“, „mehr als nur ein Job“, „Selbstverwirklichung“, „Powerfrau“, „innovative und euregionale Projektideen“ sowie „Bildungskonzept kommt nicht zu kurz“ aneinander und stellten so ganz nebenbei auch Keupens Affinität zu den Sozialen Medien in den Mittelpunkt. „Dank Facebook und Instagram weiß ich immer, was bei dir so geht“, meinte Zeien mit einem Augenzwinkern.

Später in der Gesprächsrunde mit Bürgermeisterin Hilde Scheidt und Peter Kamp, Leiter des Landesverbands Jugendkunstschulen NRW, ergänzte sie noch: „Sie ist die Spinne im Netz, die alles zusammenhält.“

Vor vier Jahren hat sich Sibylle Keupen mit Axel Jansen, Leiter der Jugendkunstschule, Unterstützung geholt. „Er ist immer zur Stelle, wenn man ihn braucht“, lobte sie und schaut nun gemeinsam mit ihm und ihrem Team ganz optimistisch in die Zukunft.

Dass die Stadt der Bleiberger Fabrik ein Projekt wie den „Archimedischen Sandkasten“ anvertraut hat, macht sie offensichtlich noch heute dankbar und stolz. Hilde Scheidt ihrerseits wünscht sich, dass die Finanzierung der Bleiberger Fabrik auch langfristig auf sicheren Beinen stehen sollte. „In der Jugendkunstschule werden die Wurzeln für kreative und kluge Kinder gelegt“, sagte sie und fügte hinzu: „Hier bekommen sie Impulse, die nicht selbstverständlich sind.“

Und da in der Bleiberger Fabrik Kunst und Kreativität im Mittelpunkt stehen, konnten die Jubiläumsgäste an einem Kunstprojekt teilnehmen, das Sibylle Keupen gewidmet ist. Die Besucher bereicherten Vorlagen mit ihrem Konterfei ganz im Stil der „Pop Art“ und versahen sie anschließend mit ihren Wünschen. „Daraus soll später ein Jubiläumsbuch entstehen“, erklärte Viorel Chirea, freischaffender Künstler und Dozent an der Bleiberger Fabrik, der das Projekt betreut. Beste Wünsche und Gratulationen nahm Keupen aber selbstverständlich auch gleich vor Ort entgegen.

Hier und da klang auch an, dass die Powerfrau Keupen keine leichte Verhandlungspartnerin ist. „Wir haben uns zusammengerauft“, sagte Peter Kamp ganz diplomatisch. Denn in „Genderfragen“ sei sie unerbittlich, und so müsse selbst der Quartalsbericht mit Sternchen wie bei „Teilnehmer*innen“ gespickt werden, sagte er mit einem Lächeln, sparte dann aber auch nicht mit Lob: „Sie hat es mit ihrer Offenheit und Kompetenz geschafft, dass ihr Team funktioniert.“ Und alle gemeinsam wünschten Sibylle Keupen (56) noch viele weitere Jahre als Leiterin der Bleiberger Fabrik. Sie selbst richtete ihren Dank an all jene, die sie in ihrer Arbeit unterstützen, insbesondere auch an ihren Ehemann und ihre zwei Söhne.

Mehr von Aachener Nachrichten