Aachen: „Black Box“ macht an der Grundschule Station

Aachen: „Black Box“ macht an der Grundschule Station

„Nur Armleuchter fahren ohne Licht“: Mit diesem einprägsamen Spruch wirbt die Aktion „Black-Box“ der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“. Seit 2008 geht Projektleiterin Stephanie Küpper mit der Aktion in die Grundschulen und wirbt für verkehrssichere Fahrradbeleuchtung.

Die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW hat die Aktionsform entwickelt. „Es geht darum, die Funktion der Fahrradbeleuchtung ,Sehen und gesehen werden‘ eindrucksvoll und aktiv zu erleben“, erklärt Küpper.

Wichtiger Bestandteil

Angesichts der bevorstehenden dunklen Jahreszeit tourt die Box nun wieder in Nordrhein-Westfalen durch zahlreiche Schulen und machte nun auch Station in der Grundschule Verlautenheide. Zielgruppe waren die Schüler der dritten und vierten Klassen. „Es ist ein wichtiger Bestandteil der Kampagne, vor Ort mit den Kindern zu arbeiten, um dort die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, erklärt Küpper. Verschiedene Themenmodule veranschaulichen, was eine Fahrradbeleuchtung verkehrssicher macht und warum das lebenswichtig sein kann.

Das Modul „Sehen und gesehen werden“ erklärt die Bestandteile der Fahrradbeleuchtung. Besonderes Augenmerk liegt auch auf dem „Gesehen werden“ — bei Dunkelheit nämlich vermindert sich die Sehschärfe um 80 Prozent. Reflektierende Materialien schaffen Abhilfe.

„Der Stadtbezirk begrüßt die Teilnahme der Schule am Aktionsprogramm. Die Verkehrssicherheit der Kinder iegt uns sehr am Herzen“, sagt Frank Prömpeler, Leiter des Bezirksamts Haaren. Auch Schulleiterin Gabriele M. Corsten ist begeistert, dass ein Großteil der Kinder mitmacht: „Derzeit stecken wir mitten in der Ausarbeitung eines neuen Mobilitätskonzepts für unsere Schule. Da passt die Black-Box-Aktion wunderbar.“

Auch im sonstigen Schulalltag spielt die Verkehrssicherheit und insbesondere das Thema Radfahren eine wichtige Rolle. Je nach Witterung nutzen viele Kinder gerne das Rad für den Schulweg. „In der ersten Klasse erhalten alle Kinder eine Warnweste, in der dritten Klasse findet Verkehrserziehung im Rahmen der OGS statt, in der vierten Klasse legen die Kinder eine Radfahrprüfung ab“, schildert Corsten. Auch bei der Beleuchtungsaktion sind die Kinder mit Eifer bei der Sache.

Langfristige Ziele des Projekts sind, den Verkehrsraum im Umfeld der Schule sicherer zu machen. Dazu werden Kinder, Eltern und Lehrer zu Problembereichen befragt. Darüber hinaus werden die Kinder geschult, sich möglichst sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Der dritte Baustein sieht vor, das Radfahren im Schonraum zu üben, das heißt auf dem Schulhof oder dem Übungsplatz der Jugendverkehrsschule.

Bislang teilgenommen haben die GGS Oberforstbach, KGS Am Höfling, KGS Passstraße, KGS Reumontstraße, Domsingschule, GGS Richterich sowie in diesem Jahr neben der KGS Verlautenheide die KGS Hanbruch. Weitere Schulen, die an einer Projektteilnahme interessiert sind, wenden sich bitte an Stephanie Küpper: Stadt Aachen, Projektleiterin „FahrRad in Aachen“, per E-Mail an fahrrad-in-aachen@mail.aachen.de.

(krü)
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