Aachen: Bis zu 10.000 Menschen am Tag strömen zur Euregio-Schau

Aachen : Bis zu 10.000 Menschen am Tag strömen zur Euregio-Schau

Auf zwei Sachen sind die Veranstalter der Euregio-Wirtschaftsschau rund um Messeleiterin Kathrin Halcour besonders stolz: Mit dem recht großen Zelt für die Interessengemeinschaft „Handel, Handwerk und Gewerbe“ aus Eilendorf und der ersten Partnerstadt aus der Region, nämlich Eupen.

Damit habe man ein glückliches Händchen bewiesen, da die beiden Aussteller hoch zufrieden mit dem Standort und den Besucherzahlen waren. So klagte auch Euregio-Messen-Geschäftsführer Andreas Troßmann am Sonntag nicht mehr über die anfänglichen Tiefsttemperaturen, die beinahe den 32. Messestart mit eingefrorenen Leitungen und sonstigen Widrigkeiten auf dem CHIO-Areal in der Soers verhindert hatten.

Zum Abschluss am Sonntag war das nach zehn Tagen längst vergessen. In Spitzenzeiten an den Wochenenden, berichtete Pressesprecherin Janou Müller-Beuermann, hätten sich wieder bis zu 10.000 Menschen pro Tag durch die 18 Hallen mit 275 Ausstellern auf rund 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gedrängt. Ein schöner Erfolg, bewertete sie diese Zahlen, die sich auf hohem Niveau eingependelt hätten.

Neben Gewohntem etwa in den Ausstellerbereichen für Küchengeräte oder den Haus- und Gartenangeboten war immer wieder etwas Neues zu entdecken. So war die K3-Eissauna im Bereich Wellness-Gesundheit ein echter Knaller, die Crew um Sabine und Harald von Ameln hatte gut zu tun, obgleich die dreiminütige Schnellkur immerhin doch knapp 20 Euro kostet.

Statt bei 96 Grad Hitze wird der Körper in der Eissauna in einer Art Gefrierschrank einer Kälte von minus 196 Grad Celsius ausgesetzt, allerdings nur drei Minuten lang, was aber für eine Reihe von Körperfunktionen sehr gesund sein soll, sagen die Aachener Unternehmer.

Das sei auch das Konzept dieser regionalen Konsumentenmesse, sagen die Veranstalter, die den Ausstellern aus der Euregio Gelegenheit geben wollen, für ihre Geschäfte und Ideen intelligent und nachhaltig Werbung zu machen. So konnte etwa das Team des Aachener Holo-Cafés mit einem Showground für vier Spieler in der Freizeit-Halle 18 für Spielangebote der sogenannten Virtual Reality aufwarten. Das war immer wieder lustig anzusehen, wie die bebrillten Spielerinnen und Spieler imaginäre Löcher in die Luft schlugen und sich anscheinend ohne jeden Grund im Kreise drehten.

Ein lobendes Wort für die äußerst erfolgreichen Aktionen des Vereins „breakfast4kids“ durfte bei der Bilanz nicht fehlen, die von den Unternehmernetzwerken Aix­actum und Aixcellent unterstützt wurden.

So wurden im Eventzelt an zwei Samstagen Frühstücke veranstaltet, wobei der Erlös komplett an die Aktion für Kinder in Grundschulen ging, denen das Pausenbrot fehlt. Hinzu kam der Erlös versteigerter Kunstobjekte, die Kinder und Erwachsene in der „Kids & Kreativ-Halle“ hergestellt hatten. So kamen in diesem Jahr insgesamt rund 7500 Euro für die Pausenbrotaktion zusammen.

Shows gut besucht

Die Shows in der Eventhalle erhielten ebenfalls guten Zuspruch. Ob Modenschau, Bauchtanz oder Familienquiz: das Angebot für einen gelungenen Zeitvertreib am Wochenende und den anderen Tagen war sehr vielseitig. Wer was lernen wollte, konnte nebenan die Grill- und Kochshow von Minkis-Kochschule anschauen, der Appetit war anschließend leicht an den diversen Ständen mit Essensangeboten zu stillen.

In der Zukunft will das zehnköpfige Team um Kathrin Halcour das Konzept, eine Partnerstadt aus der Region jenseits der Grenzen zu gewinnen, weiterverfolgen. „Wir haben diverse Gespräche mit Gemeindevertretern und Bürgermeistern geführt“, bestätigte Andreas Troßmann. Das sehe alles sehr gut aus, ergänzte Halcour die Planspiele.

So darf man gespant sein, welche lokalen Leckereien etwa den belgischen Bieren aus Eupen im kommenden Jahr folgen werden. Die 33. Euregio-Wirtschaftsschau wird vom 22. bis 31. März 2019 erneut auf dem CHIO-Gelände in der Soers stattfinden.