Aachen: Biber machen Weg in der Soers unsicher

Aachen : Biber machen Weg in der Soers unsicher

Auf den ersten Blick lässt sich nicht erahnen, warum dieser schmale Weg am Wildbach zwischen Strüver Weg und Sonnenweg in der Soers schon seit Längerem gesperrt ist. Denn ganz offensichtlich sind keine Baustellen oder sonstige Veränderungen auf dem Weg erkennbar.

Gefährlich ist es dort dennoch, wie Rita Klösges vom städtischen Presseamt nun mitteilte. Denn die Biber sind am Werk — und das teilweise auch unterirdisch.

Der Weg zwischen den beiden Brücken ist schon seit Ende 2016 gesperrt, berichtet Rita Klösges. Denn es hatte immer schon Hinweise auf Biber und Wasserratten gegeben. „Die Tiere haben sich in letzter Zeit deutlich vermehrt — auch in diesem Bereich“, so Klösges weiter.

Und die Biber sind ganz offensichtlich gekommen, um zu bleiben. „Sie haben ihren Damm ausgebaut und arbeiten vehement daran“, sagt sie. Dadurch wird der Weg unterirdisch immer wieder durchlöchert und aufgelockert. „Der Weg ist nicht mehr benutzbar und daher abgesperrt“, sagt Klösges.

Es sei inzwischen sehr gefährlich, dort spazieren zu gehen oder zu wandern. Daher empfehle es sich auch nicht, den Trampelpfad gleich neben dem ursprünglichen Weg zu nutzen. „Es kann schon sein, dass etwas zusammenstürzt“, sagt die Mitarbeiterin des Presseamts. Daher wurden die Absperrungen nun noch einmal deutlich sichtbarer angebracht und verstärkt.

Schon mehrfach habe man versucht, die Löcher, die sichtbar wurden, wieder aufzuschütten. „Die Tiere sind aber fast fleißiger, als unsere städtischen Mitarbeiter“, sagt Klösges und lacht. Man versuche nun, gemeinsam mit dem Fachbereich Umwelt der Stadt Aachen und dem Stadtbetrieb eine Lösung zu finden. „Die Tiere stehen unter Naturschutz und eine Umsiedlung ist auch nicht immer zielführend“, führt sie weiter aus. Derzeit sei man noch auf Lösungssuche.

„Eine Umsiedlung ist in der Tat gerade nicht das erste Mittel unserer Wahl. Wir müssen zunächst auch noch mit dem Eigentümer des Grundstücks sprechen“, erklärt Rita Klösges.

Sie rät dazu, den Weg in dieser Zeit noch zu umgehen. „Er kann heute sicher sein und morgen schon nicht mehr, wenn die Tiere weitergegraben haben oder dieser Teil unterspült wurde.“

So lange wird der Bauzaun wohl noch bleiben. Dem Biber wird's sicher recht sein.

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