Verkehr auf Debyestraße: Bezirksvertretung Eilendorf diskutiert über Verkehrsbelastung

Verkehr auf Debyestraße : Bezirksvertretung Eilendorf diskutiert über Verkehrsbelastung

Wie bereits vor einigen Wochen die Bezirksvertretung Brand äußerte nun auch die Bezirksvertretung Eilendorf einstimmig ihre Befürchtungen zur aktuellen Situation und künftigen Entwicklung des Verkehrs auf der Debyestraße.

Klar ist, dass in Kürze das neue Polizeipräsidium an der Ecke Trierer Straße bezogen und genau gegenüber eine der größten Autowaschstraßen der Region ihren Betrieb aufnehmen wird. Klar ist auch, dass die Prognosen für die nächsten Jahre wachsende Verkehrsmengen vorhersagen.

Zu dieser unerfreulichen Gemengelage kommt hinzu, dass noch unklar ist, wann mit dem Bau der geplanten Ortsumgehung L221n begonnen wird, die die von-Coels-Straße in Eilendorf entlasten, durch eine Autobahnanschlussstelle im Bereich des heutigen Rastplatzes Königsberg Verkehr von der Debye-straße wegnehmen und für Stolberg einen besseren Zugang zur Autobahn bewerkstelligen soll.

In fünf Jahren kaum fertig

Zwar gebe es ermutigende Signale, dass Bewegung in die Sache gekommen ist, trug die Verwaltung vor, aber selbst wenn alle Rädchen optimal ineinandergriffen, werde die L221n in den nächsten fünf Jahren kaum fertig werden.

Die Bezirksvertreter zeigten sich von den Ausführungen, die Katrin Ulbort vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen machte, wenig begeistert, zeichnet sich doch keine Lösung des Problems ab. „Dies ist ein schlimmes Beispiel dafür, wie man sehenden Auges über viele Jahre in ein Verkehrschaos hineinrutscht, ohne das etwas passiert“, sagte Rolf Schäfer (SPD). Das sei ein abschreckendes Beispiel für das Versagen von Politik. Da pflichtete ihm Oliver Bode (CDU) bei, nicht ohne ihn daran zu erinnern, dass es die rot-grünen Landesregierungen gewesen seien, die in Sachen Ortsumgehung Eilendorf nicht tätig geworden seien.

In der Sache war man sich aber darüber einig, sich mit Nachdruck weiter um Lösungen für das Verkehrsproblem an der Grenze von Brand und Eilendorf zu bemühen und dafür auch den Austausch mit der Bezirksvertretung Brand und — besonders in Sachen L221n — mit dem zuständigen Ausschuss des Stolberger Stadtrates zu suchen.

Hinsichtlich der Debyestraße und ihrer Umgebung soll ein externes Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben werden, weil man sich davon weitere Lösungsansätze erhofft. Zudem soll es voraussichtlich im November eine Gesprächsmöglichkeit mit dem für Aachen zuständigen Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßen.NRW geben, um weitere Klarheit in Bezug auf die Fortschritte beim Projekt L221n zu bekommen.

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