Aachen: Betrunkener beschimpft Pendler mit Nazi-Parolen

Aachen : Betrunkener beschimpft Pendler mit Nazi-Parolen

Ein alkoholisierter Mann hat am Dienstagmorgen Reisende am Aachener Hauptbahnhof beschimpft und den „Hitler-Gruß“ gezeigt. Nachdem er den Bahnhof auf Aufforderung von Sicherheits-Mitarbeitern der Bahn nicht verlassen hatte, griff die Bundespolizei ein.

Der 34-jährige Deutsche ergoss nach Angaben eines Polizeisprechers am späten Morgen Hasstiraden über die zahlreichen Reisenden, die sich zu der Zeit am Bahnhof befanden. Der Mann, der mit seinem nicht angeleinten Hund unterwegs war, soll Beschimpfungen „aus der nationalsozialistischen Schmuddel-Kiste“ geäußert und den Menschen in seiner Nähe gedroht habe. Dazu habe er unter anderem den rechten Arm zum „Hitler-Gruß“ ausgestreckt.

Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn forderten den offensichtlich unter Alkoholeinfluss stehenden Mann auf, den Bahnhof zu verlassen. Der pöbelte jedoch weiter, so dass die Bundespolizei eingreifen musste.

Die Beamten stellten den Mann laut Einsatzbericht erst ruhig, leiteten dann ein Strafverfahren ein wegen Beleidigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und erteilten dem 34-Jährigen schließlich einen Platzverweis.

Wer in Deutschland den sogenannten „Hitler-Gruß“ zeigt, macht sich gemäß §86a Absatz 1 und 2 StGB („Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“) strafbar. Eine solche Tat wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Daneben macht sich der Verwender des Hitlergrußes oft auch nach § 130 StGB wegen Volksverhetzung strafbar, was mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden kann.

(red/pol)
Mehr von Aachener Nachrichten