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Über Onlineplattform: Betrügerin verkaufte illegal importierte Hunde

Über Onlineplattform : Betrügerin verkaufte illegal importierte Hunde

Keine tiergerechte Züchtung: Eine 20-Jährige soll einen Hundewelpen über eine Onlineplattform verkauft haben. Die neue Besitzerin vermutete, dass es sich um einen illegal importierten Hund handelt und verständigte die Polizei.

Die 20-Jährige Tatverdächtige hat über eine Onlineplattform einen wenige Wochen alten Hundewelpen zum Verkauf angeboten. „In vielen Fällen werden die Vierbeiner im benachbarten Ausland unter nicht tiergerechten Bedingungen gezüchtet und anschließend nach nur wenigen Wochen illegal über die Grenze nach Deutschland eingeführt“, erklärt die Polizei Aachen. Oftmals seien die Tiere durch die Zuchtbedingungen und der tierärztlichen Unterversorgung schwer erkrankt und sterben nach kurzer Zeit.

Nachdem es am 30. November zur Übergabe des Vierbeiners kam, bemerkte die neue Hundebesitzerin, dass es sich offenbar um einen Hund aus einer solchen Zucht handelte. Sie informierte die Polizei, die die Tatverdächtige vorläufig festnahm und ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs einleitete.

Erste Ermittlungen ergaben, dass Bezüge zu aktuellen Fällen auch im Kölner Raum bestehen. Die Kripo ermittelt.

Die Aachener Polizei appelliert: „Informieren Sie sich genauestens über Herkunft, Alter und Gesundheitszustand des Vierbeiners, bevor es zu einem Kaufgeschäft kommt. Falls sie in der Vergangenheit Opfer eines solchen Betrugs wurden, wenden sie sich an die Polizei.“

Weitere Einzelheiten zu dem Fall – etwa was mit dem Welpen geschah und woher er importiert wurde – lagen zunächst nicht vor.

(red/pol)