Aachen: Berühmt und einzigartig: 111 Katzen, die man kennen sollte

Aachen: Berühmt und einzigartig: 111 Katzen, die man kennen sollte

„Immer kann man das nicht machen mit dem Blut und dem Mord“, sagte die Krimiautorin Elke Pistor und lieferte damit gleich auch den Grund, warum sie sich diesmal mit Katzen beschäftigt hat. Bei ihrem jüngsten Buch „111 Katzen, die man kennen muss“ taucht sie in ein Thema, das bei weitem mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vermuten mag.

Und bei einer Lesung in der Buchhandlung Schmetz am Dom gab sie Katzenfreunden einen kleinen Vorgeschmack.

Im Mittelpunkt all der berühmten und bemerkenswerten Katzen, die Elke Pistor ihrem Publikum vorstellte, stand Oscar. Oscar war eine Schiffskatze im zweiten Weltkrieg und wurde seiner Bestimmung als Glücksbringer offenbar so gar nicht gerecht. Die Schiffe, die er doch eigentlich hätte schützen sollen, gingen eines nach dem anderen unter. Letztendlich landete er in einem Seemannsheim in Irland, nachdem ihn kein Schiff mehr aufnehmen wollte.

Spannende Schicksale

Dass Katzenschicksale in höchstem Maße spannend sein können, zeigte sich auch bei dem Kater Findus: Der erlangte zweifelhafte Berühmtheit, weil er alles klaute, was nicht niet- und nagelfest ist. Vor allem weich musste es sein. So holte er sich in seiner Nachbarschaft Kleidungsstücke von der Wäscheleine, um sie seiner Familie als Geschenk zu bringen. Die hängte die Beutestücke dann von Zeit zu Zeit an einem Wäscheständer vor ihrem Haus auf: Hier konnten sich die Bestohlenen ihre Sachen dann wieder abholen.

Wer es nicht schon vorher wusste, wird nach Elke Pistors Vortrag von der Einzigartigkeit einer jeden Katze überzeugt sein. Von der ersten Katze überhaupt bis hin zu Katzen von Prominenten wie Freddy Mercury, der seine Delilah sogar in einem Lied verewigte, spürte Elke Pistor nicht nur die Geschichten auf, sondern sorgte auch mit Bildern für die entsprechende Illustration. Ein Unterfangen, das offensichtlich nicht immer ganz einfach war, wie sie eindrucksvoll schilderte.

Stoffkätzlein aus der Box

Dass die Simmerather Schriftstellerin gleich zu Beginn aus ihrer Katzenbox ein Stoffkätzlein zauberte, das sie vertrauensvoll einer Dame im Publikum anvertraute, kam schon mal gut an. Und immer wieder griff sie im Laufe des Abends in besagte Box, um das eine oder andere hervorzuholen: Japanische Winkekätzchen beispielsweise, die ganz offensichtlich ein Thema für sich sind. Und um den Abend noch ein bisschen mehr aufzulockern, lud Pistor zu einem Quiz ein, bei dem es ein Dinner für zwei zu gewinnen gab.

Dabei erfuhren auch die Zuschauer unter anderem, dass die älteste Katze der Welt 38 Jahre alt wurde, dass ein Katzenohr 32 Muskeln hat und dass eine Katze zwölf Schnurbarthaare hat. Die Kandidaten schlugen sich bei der Beantwortung der Fragen tapfer, und der Gewinn entpuppte sich schließlich als eine Dose Katzenfutter und Schokolade in Katzenform für das Herrchen. Also ein perfektes Dinner für zwei.

Elke Pistor: 111 Katzen, die man kennen muss. 240 Seiten. ISBN 978-3-95451-830-2, Emons-Verlag, 16,95 Euro.

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