Aachen: Beim Popchor ist Gänsehaut garantiert

Aachen : Beim Popchor ist Gänsehaut garantiert

Allein der Anblick ist überwältigend: Wenn die Mitglieder des Popchor-Projekts der Musikschule Aachen auf die Bühne gehen, ist das imposant — kein Wunder bei rund 200 Mitgliedern. Doch wenn diese 200 Sängerinnen und Sänger dann auch noch ihre Stimmen erheben, erzeugt das bei den Zuhörern fast immer eine Gänsehaut.

Heute und morgen bekommt das Publikum wieder einmal die Gelegenheit, sich selbst davon zu überzeugen. Der Popchor tritt im Depot Talstraße auf, professionell begleitet von einer Band um Christoph Eisenburger (Klavier), Michael Wallraf (Gitarre), Werner Lauscher (Bass), Luc Nelissen (Vocal Percussion). Außerdem wird das C-String-Quartett die Abende musikalisch bereichern.

Queen-Medley ist wieder dabei

Die beiden Konzerte sind die Abschlusskonzerte der vierten Runde des Projekts, bei dem jeder interessierte Hobbysänger mitmachen kann, und das sich wachsender Beliebtheit erfreut.

Geleitet wird der Chor von der Sängerin und Gesangspädagogin Tanja Raich, die den Zuhören ein abwechslungsreiches Programm mit interessanten Arrangements für Chor, Band und Streicher verspricht. Einige Songs werden Fans des Chors aus den früheren Runden wiedererkennen — etwa das Queen-Medley. Aber insgesamt hat Tanja Raich ein neues Programm zusammengestellt, eine Mischung von 1980er Songs und modernen Hits etwa von Ed Sheeran und Coldplay.

„Das C-String Quartett wird außerdem drei Solostücke spielen und zeigen, dass man darauf nicht nur klassische Musik spielen kann, sondern auch Pop- und Rockmusik, sogar Stücke von Metallica“, sagt Tanja Raich, die überzeugt ist, dass nicht nur die Songs und die Stimmgewalt des Chores die Zuhörer beeindrucken werden, sondern auch die sechsstufige Bühne und der neue Auftrittsort mit seiner industriellen Umgebung. Spannend dürfte auch werden, dass Tanja Raich plant, die Zuhörer für zwei Songs einzubeziehen.

Fünfte Runde ist geplant

Vielleicht weckt dies bei dem einen oder anderen ebenfalls die Lust, mitzumachen. Die fünfte Runde des Projektes ist geplant, Anmeldungen sind bereits möglich. Sorge, dass das Projekt einmal zu groß werden könnte — immerhin sind die Mitgliederzahlen von anfangs rund 90 auf mittlerweile 200 gestiegen — hat Tanja Raich nicht. „Sollte der Chor noch mehr wachsen, werden wir eben eine noch größere Bühne bauen lassen“, sagt sie augenzwinkernd und erklärt weiter: „Man könnte natürlich die Teilnehmerzahl begrenzen und durch ein Vorsingen ‚aussieben‘. Das möchte ich aber nicht, da es mir ein großes Anliegen ist, dass jeder mitsingen und dadurch seine Stimme entdecken kann.“ Sie ist auch überzeugt, dass sich die Zahlen einpendeln werden.

Warum der Popchor so beliebt ist, kann die Jazz- und Popsängerin selbst nicht genau erklären. Sie glaubt, dass einerseits das abwechslungsreiche Repertoire des Chors gefällt und andererseits das Konzept des Chores die Mitglieder überzeugt. Man trifft sich „nur“ einmal im Monat zur Probe, mittels Videos, Staging-Plänen und einzeln von Tanja Raich eingesungenen Stimmen in digitaler Form können die Sängerinnen und Sänger aber zu Hause üben. „Ich denke auch, dass der Popchor bei den Konzerten so viel Freude am Singen versprüht, dass in vielen der Wunsch entsteht mitzumachen“, so Tanja Raich.

Wer sich selbst überzeugen möchte, sollte heute oder morgen ins Depot, Talstraße, gehen. Die Konzerte beginnen um 20 Uhr.