Aachen: Beim Fest der Begegnung kommen auch die Jüngeren voll auf ihre Kosten

Aachen : Beim Fest der Begegnung kommen auch die Jüngeren voll auf ihre Kosten

Mit ihrer beeindruckenden Tanzshow brachten die Tänzer von Centro Cultural Capoeira Siao echtes brasilianisches Flair auf den Vorplatz des Tivoli. Das sonnige Wetter passte dazu und so war die Laune bei den Besuchern und Organisatoren des 35. Fests der Begegnung auf dem Vorplatz des Fußballstadions am frühen Samstagnachmittag prächtig.

Das Fest hatte die Stadt Aachen gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft „Leben ist Vielfalt“ ausgerichtet. „Und zwar gezielt am 5. Mai anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“, erklärte Ingeborg Jansen, Behindertenbeauftragte der Stadt Aachen.

Frühzeitige Inklusion

Nach einhelliger Meinung aller Beteiligten war die Feier ein voller Erfolg. Die Mitmachangebote seien voller Begeisterung angenommen worden, auch Menschen ohne Behinderung hätten bei den inklusiven Angeboten der Sportvereine gerne mitgemacht. „Ohne Scheu setzten sich Jung und Alt nach und nach in den Rollstuhl, spielten beim Rollihandball und Rollihockey mit“, freute sich Simone Krauß, Mitarbeiterin der Leitstelle „Menschen mit Behinderungen“ und Hauptorganisatorin des Tages. Der Fokus sei diesmal auf Kinder und Jugendliche gelegt worden, um sie bereits frühzeitig für gelebte Inklusion und ein Miteinander zu sensibilisieren. Auch das schien wunderbar aufgegangen zu sein.

Auf dem Minifußballfeld vom Verein Tabalingo amüsierten sich Kinder aller Altersgruppen beim fröhlichen Kicken. Ganz ungezwungen konnten sie sich hier in lockerer Atmosphäre im Fußball ausprobieren. Betreut wurde dieses Angebot von Joschua Espeter, während seine Mutter Ursula das große Bühnenprogramm von Tabalingo organisierte. Eine Voltigier-Kür auf einem aufblasbaren Air-Pferd, eine Stockkampf-Performance und Schwarzlichttanz der „Dark Dancers“ unterhielten das Publikum.

„Neben dem Minifußballfeld von Tabalingo waren die Tribikes vom Vinzenzheim weitere Besuchermagneten. Mit den Fahrrädern mit drei Rädern auf und um den Platz zu fahren hat Jung und Alt begeistert“, resümierte Simone Krauß. Auch Alexander Gilson, Bezirksbürgermeister von Laurensberg, hat sich aufs Rad geschwungen. Rund um das Segelflugzeug vom Verein zur Förderung von Integrativen Jugendcamps scharten sich Kinder wie Erwachsene, um sich die Funktionen erklären zu lassen oder ein Erinnerungsfoto im Cockpit zu machen.

Kinder gebärden zu Pop-Songs

Beim Programm auf der Bühne bot der Hands-up-Chor ein besonderes Erlebnis. „Die Kinder haben zu Liedern von Andreas Bourani gebärdet. Das war Gänsehaut pur!“, erzählte Organisatorin Krauß begeistert.

Die Verantwortlichen der Vereine, der AG Lebenshilfe und Vertreter des Stadtsportbunds standen während des Fests als Ansprechpartner zur Verfügung und gaben viele Informationen zu Sportmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung in Aachen — und warben so erfolgreich für mehr Gemeinsinn auch über den sportlichen Aspekt hinaus.

Mehr von Aachener Nachrichten