Eilendorfer Bühne ’78: Bei Pinocchio ist Mitmachen ausdrücklich erlaubt

Eilendorfer Bühne ’78 : Bei Pinocchio ist Mitmachen ausdrücklich erlaubt

Es ist eine abenteuerliche Reise voller bezaubernder Momente: Die Eilendorfer Bühne ‘78 setzt den Klassiker Pinocchio von Carlo Collodi als vorweihnachtliches Familienstück in der Fassung von Jürgen Poppig in Szene. Jetzt hat das Stück im Saalbau Kappertz Premiere gefeiert.

Die Geschichte beginnt mit einem einfachen Holzscheit. „Was soll ich denn mit diesem Holzstück machen?“, fragt der alte Tischler Gepetto (Frank Debye). „Vielleicht ein Feuer?“ Lauter Protest aus den vorderen Reihen der jungen Zuschauer. Also setzt sich Gepetto stattdessen an seine Werkbank und schnitzt eine hölzerne Puppe. Zu seiner Überraschung fängt diese auf einmal an zu reden und zu laufen. Doch Pinocchio (Markus Frings) benimmt sich nicht wie ein braver Sohn, sondern reißt erstmal aus und handelt seinem Papa Ärger mit der Polizei ein.

Auf seinem Weg zur Verwandlung in einen echten Jungen folgt ein turbulentes Abenteuer auf das andere. Die Betrüger Kater (Sonja Vondenhof) und Fuchs (Sylvia Ostländer) wollen Pinocchio immer wieder verführen und übers Ohr hauen, während die gute Fee (Gaby Demiris) und die weise Grille (Elfriede Schneiders) der kleinen Holzpuppe helfend zur Seite stehen. Die wachsende Nase, die Pinocchio beim Lügen entlarvt, darf natürlich auch nicht fehlen.

Das wechselnde Bühnenbild ist fantasievoll, sodass es den Kindern leicht fällt, in die Märchenwelt des Pinocchio einzutauchen. Die Kostüme sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Für den Bühnenbau sucht der Verein stets handwerklich geschickte Hände, so Regisseurin Ellen Stollenwerk. Eine Herausforderung in diesem Jahr bestand auch darin, dass die Darsteller erst am Tag der Premiere in den Räumlichkeiten des Saalbaus mit dem fertigen Bühnenbild proben konnten.

Tradition seit 1988

Der Verein feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Das Weihnachtsmärchen hat seit 1988 Tradition und ist immer ein Stück mit Kindern für Kinder. In diesem Jahr stehen mit 13 Nachwuchsschauspielern so viele Kinder wie noch nie auf der Bühne, daher sind laut Ellen Stollenwerk möglichst viele kleine zusätzliche Rollen in das Stück eingebaut worden. „Die älteste Darstellerin ist fast 70 Jahre alt, der jüngste Darsteller sieben Jahre“, erzählt Ellen Stollenwerk. Für die Aufführung haben sich die Kinder eine Tanzeinlage selbst ausgedacht und inszeniert. Nicht nur werden die Ideen der jungen Darsteller berücksichtigt, es wird auch sehr viel Wert auf das Mitmachen der kleinen Zuschauer gelegt. Reinrufen und sich mitreißen lassen sind erwünscht.

Weitere Vorstellungen gibt es am Samstag, 8. Dezember, um 15 Uhr und am Sonntag, 9. Dezember, um 14 und 17 Uhr. Veranstaltungsort ist der Saalbau Kappertz, Hüttenstraße 45-47. Karten gibt es unter anderem beim Kundenservice Medienhaus Aachen am Elisenbrunnen. Die Aufführung am Sonntag, 14 Uhr, ist bereits ausverkauft.

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