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Aachen strebt Regelbetrieb in Kitas an: Bei personellen Engpässen greift die Notfallregelung

Aachen strebt Regelbetrieb in Kitas an : Bei personellen Engpässen greift die Notfallregelung

Neben den Schulen soll jetzt auch in den Kitas wieder der Regelbetrieb herrschen. Konkret heißt das: Ab Montag, 17. August, dürfen wieder alle Kita-Gruppen gemischt werden. Der um jeweils zehn Stunden reduzierte Betreuungsumfang fällt weg. Ob dafür aber auch das Personal ausreicht, ist laut Presseamt der Stadt Aachen noch unklar.

Laut Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen soll in den Kindertageseinrichtungen, den Offenen Ganztagsschulen und in der Kindertagespflege ab Montag, 17. August, wieder uneingeschränkter Regelbetrieb herrschen. Das heißt: Ab dann dürfen Kita-Gruppen auch wieder gemischt werden und die um jeweils zehn Stunden reduzierten Betreuungszeiten fallen auch weg – wer also zum Beispiel 35 Betreuungsstunden gebucht hat, darf sein Kind für diese Stundenzahl auch wieder in die Kita bringen und nicht nur 25 wie in den vergangenen Wochen.

Die Stadt Aachen strebt nach eigenen Angaben in allen 56 städtischen Kitas den Regelbetrieb an. „Allerdings steht derzeit noch nicht fest, wie viele Erzieherinnen und Erzieher wegen chronischer Vorerkrankungen den Dienst am 17. August nicht wieder antreten können, denn sie bleiben auch weiterhin von der Arbeit mit den Kindern befreit“, heißt es in einer Mitteilung des städtischen Presseamts. „Wir müssen unter diesen besonderen Bedingungen täglich sehen, welches Personal uns zur Verfügung steht, um einen guten und sicheren Kitabetrieb gewährleisten zu können“, wird Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, zitiert.

Schließungen nur als letzte Maßnahme

Sollte es zu personellen Engpässen in einzelnen Kitas kommen, solle die mehrstufige Notfallregelung der Stadt für die Kindertagesstätten greifen. Sie sieht zunächst vor, Gruppen zusammenzulegen. Reiche dies nicht aus, werden die Eltern gezielt angesprochen, ob sie die Kinder bis zur Verbesserung der Situation anderweitig betreuen können. Danach folgt als weitere Maßnahmen die Abordnung von Erzieherinnen und Erziehern aus anderen Kitas in die betroffene Einrichtung. Als letzte Maßnahme stehen die Schließungen von einzelnen Gruppen oder schließlich der kompletten Kita in der Regelung.

„Aber das möchten wir unbedingt verhindern“, betont Brötz, schließlich wolle man die Familien wieder entlasten. Über die jeweiligen und notwendigen Maßnahmen informiere die Kita die Eltern.

Auch von freien Trägern gebe es die Rückmeldung, dass man dort bestrebt sei, in den Regelbetrieb zu starten. „Aber auch dort ist der Abgleich mit dem ab dem 17. August tatsächlich zur Verfügung stehenden Personal vonnöten.“

Für den Bereich der Offenen Ganztagsschulen (OGS) geht die Stadt Aachen davon aus, dass der Betrieb ab Mittwoch, 12. August, wieder aufgenommen werden kann. Partielle Einschränkungen sind möglich, da Beschäftigte aufgrund von Vorerkrankungen freigestellt sind. Das Ministerium habe mitgeteilt, dass der OGS-Besuch nicht verpflichtend ist. „Es ist dann in der jeweiligen Situation der Schule und des Trägers zu betrachten, wo ein kompletter Regelbetrieb gewährleistet werden kann“, schreibt das Presseamt.

(red)