Spazieren, naschen, Gutes tun: Bei „Aachen Häppchenweise“ sind 20.000 Euro zusammengekommen

Spazieren, naschen, Gutes tun : Bei „Aachen Häppchenweise“ sind 20.000 Euro zusammengekommen

Die kulinarische Stadtführung „Aachen Häppchenweise“ kommt nach wie vor gut an und beschert somit auch in diesem Jahr wieder verschiedenen Einrichtungen einen Geldsegen. 20.000 Euro sind in diesem Jahr dabei zusammengekommen.

Der Reinerlös aus dieser Stadtführung der besonderen Art geht jedes Jahr in einen Spendenpott, aus dem dann verschiedene Aachener Einrichtungen unterstützt werden.

Laut Hans-Georg Lesmeister vom gleichnamigen Weinhaus haben sich verschiedene Geschäftsleute zusammengeschlossen, um eine Stadtführung zu ermöglichen, die neben Anekdoten und Geschichten häppchenweise dargebotene Speisen und Getränke liefert. Die Idee dazu hatten die Aachener Geschäftsfrau Karin Wisgens und die Stadtführerin Ulla Borsch, die auch das Konzept für den kulinarischen Rundgang entwickelte. Stationen sind unter anderem das Printenhaus Roderburg, das Weinhaus Lesmeister und das Aachener Caféhaus. Aber auch Dom, Couven-Museum und Elisenbrunnen stehen auf dem Programm.

Insgesamt 20.000 Euro kamen bei der „Häppchentour“ in diesem Jahr zusammen, und damit wurden jetzt verschiedene Aachener Einrichtungen unterstützt. 6000 Euro gehen an die Hauptschule Aretzstraße, und hier speziell an das Projekt „Schüler kochen für Schüler“. „In solchen Projekten leben unsere Schüler auf“, weiß Lothar Grodde, erster Vorsitzender des Vereins „Jugendliche powern ohne Gewalt“ an der Hauptschule Aretzstraße aus Erfahrung. Und außerdem sei es nicht selbstverständlich, dass die Schüler daheim ein selbst gekochtes Essen bekämen. In der Mensa stehe jeden Tag eine frische und preiswerte Mahlzeit bereit. „Aber ohne externe Unterstützung geht das nicht“, sagt Grodde und freut sich gemeinsam mit Schulleiter Ralf Said über die finanzielle Unterstützung.

Auch in der Inklusiven Kita Clara Fey sind die Mahlzeiten ein großes Thema. Laut Standortleiterin Christina Schneider kommen viele Familien schnell in Verzug, wenn es darum geht, das monatliche Essensgeld für ihre Kinder zu bezahlen. Die Spende von 5000 Euro käme gerade recht, um damit die entsprechenden Familien zu unterstützen. Und auch Jessica Hugot vom Projekt „Brückenschlag“ hat Grund zur Freude. 5000 Euro gehen an das Netzwerk für Familien mit einem krebskranken Elternteil. Denn die seien oft auf Unterstützung angewiesen, wenn es darum gehe, den Alltag zu organisieren und ein Stück weit Normalität herzustellen.

„Wir gehen in die Familien und helfen ihnen dabei, ihre Rechte durchzusetzen“, sagt Hugot. Denn oft entstehe ein Hickhack der Zuständigkeiten, und Brückenschlag sorge dafür, dass die Familien beispielsweise ihren Anspruch auf eine Familienpflegerin auch durchsetzen können. Seit 2014 hat „Brückenschlag“ in Aachen und der Städteregion 259 Familien mit 359 Kindern begleitet. 60 Elternteile sind in dieser Zeit laut Hugot verstorben. „Brückenschlag“ ist ein Kooperationsprojekt der Caritas und des Uniklinikums.

Zutiefst beeindruckt

Hans-Georg Lesmeister zeigte sich zu tiefst beeindruckt von dem sozialen Engagement der verschiedenen Einrichtungen. „Das motiviert uns, weiterzumachen“, sagte er und versprach, dass „Aachen Häppchenweise“ auch in Zukunft in gewohnter Manier weitergeführt werde. Mit den verbleibenden Spendengeldern aus diesem Jahr, sollen unter anderem Projekte an der Grundschule Hanbruch gefördert werden, die derzeit noch in Planung sind.

Die kulinarische Stadtführung „Aachen Häppchenweise“ ihrerseits macht in der Vorweihnachtszeit Pause. Erst im Januar kann man sie wieder buchen, und dann steht auch wieder das feste Angebot: Jeden ersten Freitag im Monat geht es dann um 16 Uhr los. Treffpunkt ist der Elisenbrunnen.

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