Aachen: Begeisterung bei Premiere von „Lennet Kann — Das Musical“

Aachen : Begeisterung bei Premiere von „Lennet Kann — Das Musical“

Mit Jubelrufen und Beifallsstürmen fand die Premierenaufführung „Lennet Kann — Das Musical“ im Brüsselsaal des Euro-gress ihren Ausklang. Das begeisterungsfähige Publikum brach immer wieder in Lachen aus und erlebte eine Zeitreise in das alte Aachen um 1900.

„Dieses Musical von Öchern für Öcher ist etwas Einmaliges“, hatte Produzentin Heike Vogt, Vorsitzende des Theater- und Konzertvereins Aachen, die Zuschauer eingestimmt und keinesfalls übertrieben.

Als Tochter des Musicalautors Kurt Joußen, bekannt seit 30 Jahren als Lennet-Kann-Sänger, hatte sie in den letzten eineinhalb Jahren das Entstehen dieser Verwechslungskomödie miterlebt, in das Joußen 23 seiner beliebtesten Aachener Gesangstitel miteinbezogen hat, teils als Potpourri, teils als Solopartien. Die musikalische Gesamtleitung lag bei Meinolf Bauschulte.

Und die Rollenbesetzung hätte nicht trefflicher sein können. In der Regie von Roman Kohnle hatte sich schnell ein engagiertes, teamfreudiges Ensemble gebildet, gekleidet in historischen Mode. Neben den elf Darstellern sowie neun Öcher Originalen tanzte das fesche Ballett von Natalie Jungschlaeger, sangen neun Öcher Originale, ein Damenchor, capella a capella, der Kinderchor St. Katharina Forst und die „Vogelsänger“ aus Stolberg.

Der Dreiakter spielt an drei markanten Örtlichkeiten Aachens und nahm vor den (nach Vorlagen von Norbert Böhm) entworfenen Bühnenbildern — Gaststätte Contze, Marktplatz und Kurpark — seinen Lauf. Es ist Fastelovvendszitt und Lord Makei (Hubert Cosler) reist aus England an, um die tollen Tage wie alljährlich mit dem Öcher Mäddche Mathilde (Elke Eschweiler) zu verbringen. Er bringt ihr eine Halskette mit, die er aber, wie auch einen 1000-Mark-Schein, verliert. Gefunden wird beides von Leonhard (Simon Kirch), Lehm- und Sandverkäufer sowie seiner Frau Mikke (Katharina Schmidt). Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Lord Makei bittet Lennet Kann (Kurt Joußen), den er für den Bürgermeister hält, um Hilfe...

Pikante Würze sind die beliebten klassischen Aachener Lieder und Potpourris, wie „Mathildes Bluse“, Der letzte rote Omnibus“, „Und sie gingen zu Zweien, an der Wurm vorbei“, die „Leddelije Hotmannspief“ und, und, und.

Reißenden Absatz fanden im Foyer die Lennet-Printen der Bäckerei Moss, aus deren Erlös je fünf Euro an die Nele- und Hanns Bittmann-Stiftung gehen.

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