Aachen: Beats und Bässe auf dem „Campus-Balkon“

Aachen : Beats und Bässe auf dem „Campus-Balkon“

Auf dem „Campus-Balkon“, wie die grüne Fläche am Campus Boulevard liebevoll genannt wird, hat man einen wunderbaren Ausblick. Es weht ein laues Lüftchen, das Gras ist saftig grün, und es ist genügend Platz vorhanden.

Diesen Eindruck müssen auch Rick Opgenoorth, Jens Michel und Jörg Pfeiffer gehabt haben, als sie das erste Mal dort standen und in Richtung Uniklinikum und über den RWTH Campus Melaten blickten. Und sofort muss es in ihren Köpfen „Klick“ gemacht haben. Dann folgte ein Anruf. Und schon war eine neue Festival-Idee geboren und eingetütet.

Erstmals wird ein Ableger des bekannten Kimiko-Festivals, das üblicherweise am Ludwig Forum im August drei Tage lang Musik, Kultur und Erholung bietet, auf dem Campus veranstaltet. „Isle of Campus“ heißt das Festival, das vom 23. bis zum 24. Juni, je von 12 bis Null Uhr stattfindet. „Wir hatten schon länger vor, das Kimiko weiter zu entwickeln und aus der Stadt raus zu gehen“, sagt Veranstalter Rick Opgenoorth. Es sollte noch grenzüberschreitender werden, sich auf den neuen Veranstaltungsort beziehen und natürlich jede Menge Musik bieten.

Also werden nun Kultur und Technik, Elektro und Musik miteinander verbunden, die umliegenden Gebäude wie der e.GO-Showroom mit eingebunden und die Niederlande und Belgien so gut es eben geht vertreten sein. „Wir haben Food-Trucks mit Leckereien aus allen drei Ländern“, sagt Jens Michel. Aber nicht nur das. Auch die Musiker, die an beiden Tagen auftreten werden, kommen nicht nur aus Aachen.

Headliner sind die Sänger Patrice und Faber. Aber auch Warhaus aus Belgien und DeWolff aus den Niederlanden sind dabei. Außerdem Aachener Künstler wie IFinton und Farah Rieli mit Band. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir solche Acts haben“, sagt Opgenoorth. „Das ist eine gute Mischung.“

„Knowledge Tent“

So solle für jedermann wieder etwas dabei sein, wie auch beim Kimiko am Ludwig Forum, das im August wie gewohnt wieder stattfindet. Beim Ableger am Campus wird es eine Hauptbühne geben, eine kleinere gleich daneben und zudem eine Elektro-Ecke. Diese werden abwechselnd bespielt, damit die Besucher sich über das gesamte Gelände bewegen können. Denn es gebe viel zu entdecken. Zum Beispiel das „Knowledge Tent“. Dort wird es Talks geben, bei denen es vor allem um Wissenschaft und Technologie gehe.

In dem 400 Quadratmeter großen Tipi soll Platz für eigene Ideen und den Austausch von Wissen sein. Studierende und Performer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur kommen dort zusammen, um gemeinsam Zukunft zu gestalten. Und noch eine weitere Besonderheit wird in dem Zelt geboten: Das Fußballspiel Deutschland — Schweden wird darin gezeigt, damit auch die Fußballfans nicht zu kurz kommen.

Bislang ist noch schwer vorstellbar, was da alles zu sehen sein wird auf der jetzt noch grünen Wiese. Doch nächste Woche Donnerstag wird mit dem Aufbau begonnen. Zunächst wird das Gelände mit einem Zaun umrandet, am Freitag kommen dann Tipi und Co. an. Dazu werden genügend Plätze zum Erholen und Chillen eingerichtet, Trucks mit Leckereien und Getränken sowie Schirme aufgestellt, falls die Sonne zu sehr auf der Haut brennt und natürlich jede Menge Livemusik. Im e.GO-Showroom dürfen die Künstler einziehen und ihn als Backstage-Bereich nutzen. „Es wird eine Oase“, sagt Opgenoorth.

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